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Zur Ausstellung: Von Leipzig in die Welt - 300 Jahre Meissner Porzellan auf der Leipziger Messe
Ausstellungseröffnung - Von Leipzig in die Welt
Europas erstes Porzellan - 300 Jahre Meissener Porzellan auf der Leipziger Messe
Ausstellungen:
Als wär`s ein Stück von mir - 30. April– 5.September 2010
Fotografien von Gerhard Weber - Studioausstellung - 30. April– 5.September 2010
Leipzig, 23.April: Der 300. Geburtstag des Meissener Porzellans bedeutet auch 300 Jahre Handel mit dem „weißen Gold“ auf der Leipziger Messe. Von hier aus trat es seinen Siegeszug rund um die Welt an, als Innovation von zukunftsweisender Bedeutung.
Auf der Leipziger Ostermesse des Jahres 1710 präsentierte die Meissener Manufaktur unter gnädiger Beobachtung August des Starken (1670–1733), Kurfürst von Sachsen und König in Polen, erstmals das „Europäische Porzellan“. Dieses Ereignis von zukunftsweisender und weitreichender Bedeutung ist der Anlass für die Ausrichtung der Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig.
Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts hatten vor allem holländische Kaufleute ostasiatisches Porzellan nach Europa gebracht. Eine der bedeutendsten Sammlungen davon besaß August der Starke. Er forderte mit Nachdruck die Nacherfindung des Porzellans aus einheimischen Rohstoffen. Johann Friedrich Böttger (1682–1719) gelang es 1707, ein besonders feinkörniges, dichtes braunrotes Steinzeug herzustellen, „Jaspisporzellan“ genannt. Bis zum 15. Januar 1708 hatte er es bereits zu einem „weißen durchscheinenden Scherben“ weiterentwickelt, dem ersten europäischen Hartporzellan. Nach seiner Erfindung in der Jungfernbastei in Dresden und der Produktion auf der Albrechtsburg in Meißen ab 1710 erfuhr das Meissener Porzellan seine weltweite Verbreitung durch die Leipziger Messe.
13 Ausstellungsthemen behandeln nicht nur die Geburtsstunde des Meissener Porzellans und die Manufaktur in drei Jahrhunderten, sondern stellen bedeutende Porzellankünstler, Formen und Dekore ebenso vor wie Konkurrenten und Fälschungen, Umbrüche und Veränderungen von damals bis heute. Etwa 400 Exponate vermitteln dem Besucher einen lebendigen Eindruck von der Faszination des Meissener Porzellans.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Von Leipzig in die Welt - Europas erstes Porzellan
300 Jahre Meissener Porzellan auf der Leipziger Messe
Veranstalter Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Ort Böttchergäßchen 3, 04109 Leipzig
Dauer 30. April–5. September 2010
Partner Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH
- Leipziger Messe GmbH
- Verbundnetz Gas AG
- Autorisiertes Fachgeschäft für Meissener Porzellan Leipzig, Bodo Zeidler
- Leihgeber Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH, Archiv und Historische
Sammlungen
- Leipziger Messe GmbH, Unternehmensarchiv
- Autorisiertes Fachgeschäft für Meissener Porzellan, Leipzig, Bodo Zeidler
- GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig
- Stadtarchiv Leipzig
- Oper Leipzig
- Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg
- Museum der bildenden Künste Leipzig
- Naturkundemuseum
- Dr. Christine Martin, Leipzig
- Lutz Miedtank, Taucha
- Prof. Dr. Gerhard Graf, Leipzig
- Heinz-Jürgen Böhme, Leipzig
- Freundeskreis keramischer Münzen und Medaillen
- Kuratorinnen Katrin Sohl, Doris Mundus
- Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Ausstellungsgestaltung
- design Nora Gabriel
- Eröffnung Donnerstag, 29. April 2010, 18 Uhr
- Es sprechen Dr. Volker Rodekamp
- Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums
- Michael Faber
- Bürgermeister und Beigeordneter für Kultur der Stadt Leipzig
- Martin Buhl-Wagner
- Geschäftsführer Leipziger Messe GmbH
- Klaus-Dieter Barbknecht
- Vorstand Kaufmännisches/Personal Verbundnetz Gas AG
- Susanne Träris
- Director Museum of Meissen Art
- Einführung in Katrin Sohl
- die Ausstellung Kuratorin
- Musikalische UMD David Timm am Flügel
Begleitung
Katalog Stadtgeschichtliches Museum Leipzig (Hrsg.): Thema M13. Von Leipzig in die Welt. Europas erstes Porzellan. 300 Jahre Meissener Porzellan auf der Leipziger Messe. Text: Katrin Sohl, Doris Mundus, Leipzig 2010. ISBN 978-3-910034-10-5, 68 S., 14 €
Begleitprogramm
- So 2.5., 11 Uhr Führung
- Di 18.5., 17 Uhr Führung
- Mi 19.5., 19.30 Uhr Im Feuer geboren Vortrag. Dr. Ullrich Knüpfer. ALTE BÖRSE
- Di. 1.6., 17 Uhr Führung
- Mi 2.6, 19.30 Uhr Auf den Punkt gebracht. Die Pfeiffer-Zeit in Meissen. Vortrag. Dr. Caren Marusch- Krohn. ALTE BÖRSE
- So 13.6., 11 Uhr Führung mit allen Sinnen
- Mi 16.6., 17 Uhr Führung
- So 11.7., 11 Uhr Führung spezial für blinde und sehschwache Menschen.Um Anmeldung unter 0341 9651340 wird gebeten
- Mi 21.7., 11 Uhr Workshop Porzellanmalerei für Kinder und Erwachsene
- Mi 11.8., 17 Uhr Führung
- Mi 18.8., 17 Uhr Führung
- Mi 1.9., 17 Uhr Führung
- Mi 1.9., 19.30 Uhr Glanzlichter. Vortrag. Jörg Danielczyk. ALTE BÖRSE
MUSEUM SPEZIAL Angebote für Gruppen
1. Mit allen Sinnen: August der Starke
Porzellan war exklusive Hülle für die „neuen Lustgetränke“ Kaffee, Tee und Schokolade am sächsischen Hof. Auch ihnen war August der Starke zugetan, wie allem was teuer, edel, exotisch war und als elitär oder umstritten galt. Elke Schaar
2. Porzellanmalerei Workshop
Für blinde und sehschwache Besucher
3. Kostbares Behältnis: Tabakdose aus Meissener Porzellan
Porzellan berühren, fühlen, ertasten und hören wie es klingt. Elke Schaar
4. Projekttage für Klassen 7–12 (als Paket oder einzeln buchbar)
Modul 1: August der Starke und Leipzig – Liebe, Leben, Leidenschaft (mit Aktivblättern),
Modul 2: August der Starke – Selbstdiagnose: Porzellankrankheit, unheilbar, Symptome:
Suchtgebaren und Sammelleidenschaft
Modul 3: Die „neuen Lustgetränke“ Kaffee, Tee und Schokolade am sächsischen Hof
Modul 4: Workshop „Porzellanmalerei“ wie anno dazumal
Seite 3 Presseinfo Von Leipzig in die Welt | Als wär’s ein Stück von mir
Fotografien von Gerhard Weber
Unter dem Titel Als wär`s ein Stück von mir werden zeitgleich im Studio 40 großformatige Fotografien von Gerhard Weber gezeigt. Immer wieder zwischen 1988 und 1992 begleitete der Fotograf die Menschen, die an der Herstellung des Meissener Porzellans in unterschiedlicher Weise Anteil haben. Sie sind seine Fotomodelle, der Mittelpunkt seiner Bildfolge. Bei einer Beschäftigung, die den Menschen nötigt, fleißig und akribisch, wie ein Uhrmacher über sein Tagewerk gebeugt zu sitzen und zu wirken, bietet sich dem Fotografen naturgemäß häufig das gleiche Bild. Ein gekrümmter Rücken, ein angespannter Blick, die Hand mit Pinsel oder Modellierholz. Die Augenblicksaufnahmen einer Pause, eines Menschen, der sich streckt und dehnt, des entlastenden Aufrechtsitzen .... Entstanden sind schöne, beredte Bilder von sympathischen Menschen, die die besondere Gabe haben, einem amorphen Material Gestalt zu geben, etwas zu schaffen, was Bestand hat und an Wert gewinnt. Vita Gerhard Weber - 1940 in Berlin geboren
- 1967-1971 Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
- 1970-1986 Bildreporter der Leipziger Volkszeitung (Lokalredaktionen Grimma und Wurzen)
- seit 1964 künstlerischer Leiter der Fotogruppe Kunst -und Fotoverein Grimma
- seit 1986 freiberuflicher Fotografiker (AFIAP)
- Mitglied im Sächsischen Fotoverband und im Deutschen Verband für Fotografie Fotografische Projekte (Auswahl)
- Die Leute im Dorf Erlln (1983–1985)
- Als wär`s ein Stück von mir – Meissener Porzellan (1988–1992)
- WendeZeitbilder (1989–1991)
- Landleben im Südraum Leipzig (1993–2002)
- Akt im Steinbruch – Museum Steinarbeiterhaus Hohburg (2002)
- Wasserzeichen – Hochwasser 2002 in Grimma (2002)
- Landleben Kreis Döbeln 1996 – 2004 - Gut Haferkorn (2006)
- Im Land der Mulde – (1968 – 2008) – Klosterkirche Grimma (2009)
- Gerhard Weber veröffentlichte 22 Bildbände
- Veranstalter Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
- Ort Studio im Böttchergäßchen 3, 04109 Leipzig
- Dauer 30. April–5. September 2010
- Kurator Christoph Kaufmann, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Eröffnung Donnerstag, 29. April 2010, 18 Uhr
Im Anschluss an die Eröffnung
Rundgang durch die Ausstellung mit Christoph Kaufmann und Gerhard Weber.
Öffentlichkeitsarbeit: Christine Becker
Tel.: +49 (0)341 9 65 13 20, christine.becker@leipzig.de
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, Feiertage 10 – 18 Uhr
Hotline für Informationen und Führungsanmeldung: Tel.: +49 (0)341 9 65 13 40














