Porzellanflohmarkt 2003

Porzellanflohmarkt 2003

Porzellanflohmarkt 2003

Schwarzburger Werkstätten

Max Pfeiffer

Max Adolf, 1875 Berlin – 14.01.1957 Haus Falkenheim, Starnberger See. Keramiker, Maschineningenieur, Chemiker, Bildhauer, Entwerfer. 1895-1899 Studium des Maschinenbaus und der Chemie an den Techn. Hochschulen Darmstadt und Braunschweig. Von 1904 bis 1908 Konstruktions-Assistent an der Techn. Hochschule Dresden. Mitarbeit im Atelier des Bildhauers Prof. Karl Echtermeier in Braunschweig.

Paul Scheurich

Scheurich Paul, 24.10.1883 New York – 18.11.1945 Brandenburg. Maler, Grafiker und Bildhauer. Als Sohn deutscher Eltern in den USA geboren. 1901-1904 Studium an der Akademie für Bildende Künste Berlin. Entwickelte seine größten künstlerischen Fähigkeiten auf dem Gebiet der Porzellangestaltung. Im Jahre 1909 entstanden erste Kleinplastiken für die „Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst“, Unterweissbach (bekannte Arbeiten: „Jäger“ und „Jägerin“ um 1911/12 sowie „Dame mit Lyra“).

Gerhard Marcks

Marcks Gerhard, 18.02.1889 – 13.11.1981. Bildhauer. Studium in Berlin bei Kolbe, Gaul und Scheibe. Max Adolf Pfeiffer gewinnt ihn bereits um 1909 zur Mitarbeit an den „Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst“. Auch für die Staatliche Porzellanmanufaktur Meißen war er wirksam. Von 1919 -1925 am Bauhaus, vor allem als Leiter der keramischen Werkstatt auf der Dornburg/Saale tätig. Später war er Lehrer an der Kunstschule auf der Burg Giebichenstein bei Halle.

Arthur Storch

Storch Arthur, 22.03.1870 – 09.03.1947. Modelleur und Bildhauer. Entstammt einer Thüringer Porzellankünstlerfamilie. In den Jahren 1886-1888 Lehre im Atelier der „Volkstedter Porzellanfabrik“ bei dem akademischen Bildhauer Haase als Modelleur und nachfolgend im Betrieb tätig. Von 1897 – 1902 Studium an der Kunstakademie München, dann dort und ab 1911 in Hamburg als freischaffender Bildhauer tätig. Schuf bedeutende Plastiken in Stein und Bronze, die ihm sehr bald öffentliche Anerkennung und weitere bedeutende Aufträge brachten.

Ernst Barlach

Barlach Ernst, 02.01.1870 – 24.10.1938. Bedeutender Bildhauer und Graphiker. Konsequenter Verfechter des bürgerlichen Humanismus. 1888 Gewerbeschule in Hamburg, 1891 – 95 Dresdner Akademie als Meisterschüler von Robert Diez. Nach wechselndem Aufenthalt in Hamburg, Berlin, Wedel und Höhr im Westerwald, wo er als Lehrer an der Fachschule für Keramik arbeitet, lebte er in Berlin. Seit 1910 in Güstrow. Hier entstand der weitaus größte Teil seiner Plastiken und Zeichnungen.

Designer Schwarzburger Werkstätten

Designer und Modelleure für die Schwarzburger Werkstätten

Gleich zu Beginn seiner Tätigkeit wandte sich Pfeiffer an Ernst Barlach mit der Bitte, ihm Modelle für die Ausformung zu überlassen. Barlach schickte Kleinplastiken, die als Ergebnis seiner Russlandreise 1906 und den beiden folgenden Jahren entstanden waren: Russische Bettlerin mit Schale, Blinder Bettler, Sitzendes Mädchen, Liegender Bauer und das Russische Liebespaar. Aus dem Jahre 1909 stammt die Figur Schreitende Nonne.

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