Trudi Petri
Biographie Trude Petri 1906 geboren in Hamburg – 1998 gestorben in West-Vancouver, Canada. Trude Petri wächst als Tochter eines Pelzkaufmanns in Hamburg auf.
1925 - 1927
Ausbildung zur Töpferin in Hamburg, an den Staatlichen Schulen für freie und angewandte Kunst
1927 - 1929
Aufbaustudium in Berlin. Als Schülerin der Vereinigten Staatsschulen für angewandte und freie Kunst lernt sie in der keramischen Fachklasse an der KPM bei dem Bildhauer und Keramiker Otto Gothe Technik und Praxis der Porzellangestaltung. Förderung durch KPM-Direktor Moufang.
1929 - 1949
Anstellung als Entwerferin bei der KPM
1930/1931
Als 1.Entwürfe nennt das Modellbuch Ketten aus Porzellanperlen. Durch Formenvereinfachung älterer KPM-Geschirre schafft sie das Tee- und Kaffeeservice „Neuberlin“ und unter dem Eindruck der großen Ausstellung chinesischer Keramik in der Berliner Akademie der Künste
1929
entsteht dazu das Tafelgeschirr „Urbino“. Es wird 1937 auf der Weltausstellung in Paris mit einem Grand Prix ausgezeichnet
1932 - 1936
Dekor „Goldringe“ zu Geschirr und Vasen von Marguerite Friedländer. Wandlampe,Leuchter; Mokkaservie „Suleika“, Teeservice „Atlantik“; erste 6 Blumenvasen, Schalen usw. in einfachen stereometrischen oder Herz-Formen für weißes, Seladon- oder Basaltporzellan, mit Krakelee-glasuren, Ringel- und Blumenmalerei (diese von Else Möckel u.a.)
1936 - 1944
weitere 25 Entwürfe zu Gefäßen und Überarbeitung älterer Porzellane
1938
Die KPM bringt zur 175.Wiederkehr ihrer Gründung das „Arkadische Teeservice“ heraus, Form: Petri, Medaillons: Schütz
1944
Umzug nach Selb/Oberfranken, wohin die Manufaktur nach Kriegs- zerstörungen im November
1943
ihre Produktion verlagern muß; Beginn mit Rekonstruktionsarbeiten an den zerstörten Modellen des Tafelservices „Urbino“ und seine Erweiterung
1947
das bisher dazu angebotene Nachmittagsgeschirr „Neuberlin“ wird durch ein neues Kaffee-, Tee- und Mokkaservice „Urbino“ ersetzt Aus den Jahren in Selb sind ferner einzelne Schalen, Becher und Service erhalten, die Trude Petri mit Blumenmotiven und Insekten bemalt hat. Sie paraphrasierte frühe Meißen- Porzellane und japonistische Dekore, ihr Vorbild war die Porzellanmalerei der fünf Jahre älteren Else Möckel
1946
Selb, Kronleuchter und Wandleuchten für den Rathaussaal
1949
Übersiedlung von Selb nach Chicago und Heirat mit dem Architekten John Raben. Ihre Arbeitsmöglichkeiten sind eingeschränkt, doch hat sie eine Werkstatt mit Drehscheibe und Ofen für niedrig brennende Keramik. Weitere Entwurfstätigkeit für die KPM 1951 -
1953
Modellbuch-Einträge des eckigen Pfeifenaschers und des Aschenbechers „Parabol“, der „Barflasche“ und des schwarz-weißen Salatservices
1953 - 1956
sowie zur Internationalen Bau-Ausstellung „Interbau“
1957
besucht Petri Berlin, um die Umsetzung ihrer Entwürfe zu begutachten, darunter die Vasen „Mantille“ und „Melanzana“. Die Ausführung wird in ihrer Abwesenheit von Modelleur Max Schuster und dem Kollegen Siegmund Schütz betreut 1962
bringt die KPM sechs weitere Blumengefäße und ein Schachspiel heraus, als Nachzügler
1967
Entwurf einer eckige Teedose. 1969 letzter Berlinbesuch
1973
bezieht sie nach dem Tod ihres Mannes 1971 die Altersresidenz Inglewood Lodge in West Vancouver, wo sie die letzten 27 Jahre ihres Lebens verbringt.
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