Thueringer Museen starten ins Porzellanjahr 2010
Thüringer Museen starteten ins Jubiläumsjahr "250 Jahre Thüringer Porzellan“
Ministerpräsidentin Lieberknecht übernimmt Schirmherrschaft / Über 25 Ausstellungen präsentieren "Weißes Gold“ in Tradition und Moderne / Bis Oktober 2010 können Besucher Thüringer Geschichte(n) in Porzellan erleben
(Rudolstadt, 17. April 2010 ) Mit einer Festveranstaltung und über 150 Ehrengästen aus Politik, Kultur und Wirtschaft startete der Thüringer Museumsverband heute in das Jubiläumsjahr "250 Jahre Thüringer Porzellan“: Im Jahr 1760 gelang drei Thüringer Tüftlern unabhängig voneinander die Nacherfindung des ersten europäischen Porzellans der Beginn einer Erfolgsgeschichte.
Als Schirmherrin eröffnete Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht feierlich das Festprogramm in der "Gläsernen Manufaktur“ der Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur in Rudolstadt. In ihrer Festansprache wies sie darauf hin, dass die Tradition des "Weißen Goldes“ aus Thüringen verpflichte, die Produktionsstandorte und die Arbeitsplätze in Thüringen zu sichern.
Bei der gemeinsamen Veranstaltung des Thüringer Museumsverbandes, des Fördervereins «Thüringer Porzellanstraße» und der Friedrich-Schiller-Universität Jena überreichten Marion Philipp, Landrätin des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt, Rudolstadts Bürgermeister Jörg Reichl und die amtierende Porzellanprinzessin aus Lichte, Caroline I. (Caroline Faust), der Ministerpräsidentin ein Porzellan-Präsent der Cursdorfer Porzellankünstlerin Kati Zorn.
Thüringer Geschichte(n) in Porzellan in über 25 Ausstellungen zu erleben
Wer sich im Freistaat in den nächsten Wochen und Monaten auf die Spuren des "Weißen Goldes“ begibt, kann Thüringer Geschichte(n) in Porzellan entdecken und erleben. Unter der Überschrift «250 Jahre Thüringer Porzellan» präsentieren Thüringer Museen bis Ende Oktober 2010 die gesamte Palette der traditionsreichen Porzellanherstellung im Freistaat. In über 25 Ausstellungen zeigen diese das "Weiße Gold“ in all seinen Facetten vom Gebrauchsgeschirr über figürliches Porzellan bis hin zu Zierrat, Reliefs, Biskuitporzellan, aber auch Ingenieurkeramik und Porzellankopfpuppen. Zahlreiche Sonderveranstaltungen, erweiterte Werksführungen in den Thüringer Porzellanmanufakturen und spezielle Tourismusangebote entlang der Porzellanstraße ergänzen u.a. die Aktivitäten im Jubiläumsjahr.
Porzellanjahr ist große Chance für Thüringer Museen
Für den Vorsitzenden des Thüringer Museumsverbandes, Günter Schuchardt, bietet das Jubiläumsjahr eine große Chance: "Einige der Thüringer Museen sind in den letzten Jahren umgebaut bzw. rekonstruiert worden. Die Häuser erstrahlen jetzt in neuem Glanz und nutzen die neuen Flächen nun gleich für eindrucksvolle Porzellan-Ausstellungen.“ Und auch wenn die Thüringer bekanntlich nicht die Ersten waren, die das Porzellan in Europa erfanden, so waren sie aber überaus erfolgreich. Schuchardt weiter: "Die meisten Museen präsentieren daher genau das, was typisch für das Porzellanland Thüringen ist: Erzeugnisse der vielen kleineren Porzellanmanufakturen vor Ort, die als hochwertige Massenware für Jedermann erschwinglich waren und es bis heute sind.“
Neuer Katalog zum Jubiläumsjahr erschienen
Anlässlich des Jubiläums ist auch der neue Katalog "Porzellanland Thüringen“ erschienen. Kompakt auf rund 400 Seiten verknüpfen zahlreiche Beiträge bekanntes Wissen rund um die thüringische Porzellanindustrie mit neuen Erkenntnissen zur Entstehungsgeschichte der Manufakturen. Farbenprächtige, detailgetreue Fotografien und besonders wertvolle Dokumente illustrieren diese bisher einmalige Publikation. Der Katalog ist ab sofort im Buchhandel und in Thüringer Museen erhältlich.
("Porzellanland Thüringen. 250 Jahre Porzellan.“ / Hrsg. Museumsverband Thüringen / Verlag Städtische Museen Jena, Jena 2010 / ISBN: 978-3-942176-10-1 / Preis: 39,80 EUR)
Weitere Ausstellungen Thueringen 2010
Porzellan aus Freureuth - weißes Gold der Reußen (Sonderausstellung)
18. April bis 26. September 2010 Die Ortschaft Fraureuth gehörte bis 1918 zum Fürstenrum Reuß, Hauptstadt des souveränen Landes war die Stadt Greiz. Im Jahr 1865 gründeten Georg Bruno Foedisch und Arved Römer in Fraureuth gemeinsam eine Porzellanmanufaktur - mit Erfolg: Die Manufaktur erlante durch ihre qualitativ hochwertigen Erzeugnisse weltweite Bekanntheit. Auch in den USA kannte und schätzte man Fraureuther Porzellan und auch nach dem ersten Weltkrieg war die Nachfrage ungebrochen. Die Sonderausstellung in den Räumen des Unteren Schlosses Greiz soll an dieses bedeutende Kapitel reußisch-thüringisch-sächsischer Wirtschaftsgeschichte erinnern.
Weitere Informationen gibt es auf www.greiz.de
Öffnungszeiten: Di. bis So. 10 bis 17 Uhr
Kontakt: Unteres Schloss Greiz Burgplatz 12, 07973 Greiz Telefon: 03661-3866
Die Massemühle Elgersburg (Ilm-Kreis)
Die Massemühle Elgersburg (Ilm-Kreis) ist ein technisches Denkmal und gilt als der letzte erhaltene Bestand der 1808 gegründeten Steingut- und Porzellanfabrik Arnoldi: Hier wurde, wie der Name schon sagt, eine Masse zur Porzellananfertigung hergestellt. Die historische Aufgabe der Elgersburger Massemühle wird in mehreren Ausstellungen dokumentiert: Dauerausstellung:
Maschinenpark zur Herstellung von Porzellanmasse Dauerausstellung:
Chemisch-technisches Hartporzellan Ausstellung: Haushaltsporzellan der Steingut- und Porzellanfabrik Arnoldi Ausstellung: Kaffeekannen, Zuckerdosen, Milchkännchen und andere Einzelstücke aus Thüringen
Die Massemühle öffnet am Mühlentag (Pfingstmontag), zu Goethes Geburtstag am 28. August 2010 und am Tag des offenen Denkmals (12. September 2010) jeweils von 10 bis 17 Uhr. Besucher sind darüber hinaus jeden Donnerstag von 17 bis 19 Uhr sowie nach Vereinbahrung jederzeit willkommen. Weitere Informationen gibt es auf www.massemuehle-elgersburg.de
Die Porzellanausstellung auf Schloss Wolzogen
Das barocke Schloss Wolzogen in Mühlfeld beherbergt mehrere Ausstellungen: eine sehr umfangreiche und bedeutende Thüringer Porzellanausstellung aus der Privatsammlung von Heinrich Reich sowie die Bilderausstellung „Alt Mellrichstadt“ des in Mellrichstadt lebenden Künstlers Peter Klier. Im Obergeschoss sind Bilder und Werke aus dem Nachlass des Mellrichstädter Fotografen Anton Tretter (1866-1939) dargestellt. Eine hochmoderne Digitalschau mit mehr als 2000 Bildern vervollständigt die sehenswerte Ausstellung.
Weitere Informationen zu den Ausstellungen finden Sie hier: Schloss Wolzogen
Das Schloss Wolzogen in Mühlfeld wurde im Jahr 1715 von den Herren von Wolzogen erbaut. 1988 erwarb die Stadt Mellrichstadt das in die Jahre gekommene Schloß, bewahrte es vor dem Abriss und hauchte ihm neues Leben ein. Wissenswertes zur Rhön - dem Mittelgebirge zwischen Thüringen, Bayern und Hessen - sowie deren touristischen Angebote finden Sie hier. Öffnungszeiten: Geöffnet ist jeden 1. und 3. Sonntag im Monat von 14 – 17 Uhr (März bis November). Für Gruppen können Sonderöffnungszeiten beim Verein Aktives Mellrichstadt vereinbart werden: Tel. 09776 9241.











