Schrecklich viele Tassen Ausstellung Gotha

Ausstellung Gotha - Schrecklich viele Tassen

 Ausstellung Schrecklich viele Tassen

Info zur Ausstellung

28. März bis 5. September 2010 "Ganz schrecklich viele Tassen (...)" - Gothaer Porzellan des 19. Jahrhunderts Das 1757 von Wilhelm von Rotberg als erste Porzellanmanufaktur Thüringens gegründete Unternehmen wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts vom Gothaer Erbprinzen August erworben. Später vermachte August von Sachsen-Gotha-Altenburg die Manufaktur seinem Kammerdiener F. E. Henneberg, dessen Familie die Geschichte der Manufaktur über drei Generationen erfolgreich gelenkt hat.

Die von Preisen gekrönte Teilnahme an der Londoner Weltausstellung 1851 läutete gleichsam den „Schwanengesang“ der Gothaer Manufaktur ein. Sonderschau mit prunkvollen Beispielen der Gothaer Porzellanproduktion des 19. Jahrhunderts. Stiftung Schloss Friedenstein Schlossmuseum Postfach 100319 99867 Gotha Telefon: 03621 823414 Fax: 03621 823460 e-mail: schlossmuseum@stiftungfriedenstein.de website: www.stiftungfriedenstein.de

"Ganz schrecklich viele Tassen" – Gothaer Porzellan des 19. Jahrhunderts

Von Ute Däberitz

In Weimar wurden ganz schrecklich viel Tassen zerbrochen, die Fabrick in Gotha arbeitet sich beyhnahe lahm alles das wieder in integrum zu restituiren - schrieb Friedrich Heinrich Himmel (1765-1814) in einem Brief vom 29. Januar 1807 an die Schauspielerin und zeitweilige Geliebte Herzog Carl-Augusts von Sachsen-Weimar-Eisenach, Caroline Jagemann (1777-1848)1. Der berühmte Berliner Komponist und Kapellmeister weilte zu dieser Zeit am Gothaer Hof. Sein Gastgeber, der kunstsinnige Herzog August von Sachsen-Gotha-Altenburg (1772-1822), galt als eine der „geistvollsten und interessantesten, aber auch wunderlichsten und zerfahrensten Persönlichkeiten, die jemals auf einem Thron gesessen haben“2. Dieser wiederum war ein gern gesehener Gast nicht nur am Weimarer Hof, sondern auch in den Künstlerkreisen der benachbarten Residenzstadt. Bei einer Gesellschaft im Hause Caroline Jagemanns war ein kostbares Porzellanservice zu Bruch gegangen und der anwesende Gothaer Herzog sagte großzügig Ersatz aus seiner eigenen „Porcellain Fabrique“ zu.

Noch vor Antritt seiner Regierung hatte August im Jahr 1802 die Gothaer Porzellanmanufaktur erworben. Das erfolgreiche Unternehmen war bereits 1757 von dem Gothaer Hofbeamten Wilhelm von Rotberg (1718-1795) als erste Porzellanmanufaktur auf thüringischem Boden gegründet worden. Nachdem die Manufaktur in den ersten fünfzehn Jahren ihres Bestehens wohl aufgrund der nur unzureichenden Kenntnis des vollen Arkanums mit großen Schwierigkeiten gekämpft und die Produktion eher experimentellen Charakter hatte, war es Wilhelm von Rotberg im Jahr 1772 gelungen, drei künstlerisch gut ausgebildete und erfahrene „Porzelliner“ als Mitarbeiter zu gewinnen: die Maler Christian Schultz (geb. 1752 ?) und Johann Georg Gabel (1740-1810) sowie den Modelleur Johann Adam Brehm (gest. 1813). Während Schultz seine Ausbildung in der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin genossen hatte, waren Gabel und Brehm zuvor in der Manufaktur Kloster Veilsdorf im benachbarten Herzogtum Sachsen-Hildburghausen tätig gewesen. Zeitgenössische Quellen schreiben Christian Schultz die in der Mitte der 1770er Jahre gelungene Vervollkommnung von Masse und Glasur des Gothaer Porzellans zu. Zudem soll Schultz gemeinsam mit Gabel, einem Schüler Johann Heinrich Tischbeins d. Ä. (1722-1789), „die Mahlerei“ in der Gothaer Manufaktur „etabliert“ haben.3

Unter Augusts Vater, Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1745-1804), wurde Wilhelm von Rotberg zum Präsidenten der Herzoglichen Kammer ernannt, zog sich von der Leitung der Manufaktur zurück und schloss 1782 mit fünf seiner künstlerischen Mitarbeiter sowie dem erfolgreichen Gothaer Kaufmann Ernst Friedrich Arnoldi (1747-1824) einen Pachtvertrag ab. Die Pächter bildeten daraufhin ein Konsortium, wobei Christian Schultz die Leitung der Produktion übernahm und Arnoldi für Warenlager und Vertrieb zuständig war. Mit der Übernahme der Manufaktur durch das Konsortium begann die Blütezeit des Gothaer Porzellans, das sich gegen Ende der 1780er Jahre in der Qualität seiner Masse und Glasur wie auch der Bemalung kaum noch von Meißener oder Berliner Stücken der Zeit unterschied. Nach dem Tode Wilhelm von Rotbergs im Jahr 1795 erneuerte dessen Witwe den Pachtvertrag mit dem Konsortium. Aus einem Schreiben der Frau von Rotberg an Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg geht hervor, dass die Produkte der Manufaktur zu diesem Zeitpunkt „so vielen Beyfall, besonders im Auslande (...) gefunden haben, daß würcklich alljährlich 6000 rthl. Fremdes Geld dadurch ins Land gezogen und 35 Personen ihr auslänglicher Unterhalt verschaffet wird.“4

„Man hat jetzt Porzellanfabriken in vielen Gegenden Deutschlands; allein viele derselben liefern mehr Fayence als Porzellan, können neben Dresden, Berlin, Wien, Fürstenberg nicht genannt werden. Eine Ausnahme macht Gotha. Die Vorsteher der Fabrik lassen sich angelegen sein, durch neue Raffinierungen oder feine Wahl guter Kopien ihrer Fabrik immer mehr Mannigfaltigkeit zu geben. Das macht ihre Produkte nothwendig beliebter und bekannter.“5

Trotz dieser guten Kritik im „Journal des Luxus und der Moden“, entschloss sich die Witwe und Erbin des Manufakturgründers Wilhelm von Rotberg zum Verkauf des florierenden Unternehmens. Die Zusage ihres verstorbenen Mannes, den Pächtern und Konsortiumsmitgliedern ein Vorkaufsrecht einzuräumen, ignorierte sie und veräußerte das Unternehmen für die stattliche Summe von 12.212 Reichstalern und 12 Groschen an den Gothaer Erbprinzen.6

Die neuen Besitzverhältnisse hatten die Auflösung des Konsortiums, das die Manufaktur mehr als zwei Jahrzehnte lang sowohl in künstlerischer als auch in unternehmerischer Hinsicht erfolgreich geleitet hatte, zur Folge. Obwohl Erbprinz August einen neuen Pachtvertrag mit Schultz, Gabel und Brehm abschloss, kam es bald zu heftigen Kontroversen zwischen den alteingesessenen Mitarbeitern und dem neuen, von August eingesetzten Mitpächter. Per Vertrag waren sie dazu verpflichtet, Augusts Kammerdiener Friedrich Egidius Henneberg (1756-1834) „(…) in allen auf die Verfertigung des Porzelläns und die vorteilhafte Betreibung der Fabrik Bezug habenden Punkten getreulich unterrichten und demselben hierinnen auf sein Verlangen jede erforderliche Auskunft erteilen (…)“7 zu müssen.

Über die Beweggründe des Gothaer Erbprinzen für den Erwerb der Porzellanmanufaktur lässt sich nur mutmaßen. August war ein leidenschaftlicher Sammler von Porzellanen, insbesondere von ostasiatischen und fand es möglicherweise sehr reizvoll, die zerbrechlichen Kunstwerke in der eigenen Manufaktur anfertigen zu lassen. Mitunter werden wohl aber auch wirtschaftliche Interessen eine Rolle gespielt haben. Dass der Erbprinz und spätere Herzog Einfluss auf die Gestaltung der Porzellane seiner Manufaktur genommen hat, lässt sich jedoch anhand einiger Beispiele nachweisen. Ein äußerst imposantes Stück aus der Zeit zwischen 1802 und 1804 wird in der Sammlung des Gothaer Schlossmuseums bewahrt: Tasse und Unterschale mit einem farbigen Dekor von blütenumrankten Phallusdarstellungen, welches sich dem Betrachter erst auf den zweiten Blick erschließt (Abb. 1). Zahlreiche zeitgenössische Quellen berichten von dem beißenden Witz Augusts wie auch von seiner Vorliebe für provozierende und schockierende Auftritte bei Hofe. Selbst Johann Wolfgang von Goethe wusste davon ein Lied zu singen, denn in seinen Tag und Jahresheften von 1808 schrieb er über August: „Ich habe mich nicht über ihn zu beklagen, aber es war immer ängstlich eine Einladung zu seiner Tafel anzunehmen, weil man nicht voraussehen konnte, welchen der Ehrengäste er schonungslos zu behandeln zufällig geneigt sein möchte“.8 Auch wenn der altgriechische Phalluskult als Inspirationsquelle für diese außergewöhnliche Motivwahl des antikenbegeisterten Gothaer Erbprinzen am wahrscheinlichsten gilt, so kann man sich doch auch sehr lebhaft vorstellen, welches Entsetzen August mit der Präsentation dieser Tasse in einer Gesellschaft bei Hofe hervorgerufen haben mag.

Das besondere Interesse Augusts an ostasiatischer Kunst spiegelte sich ebenfalls in einigen Gothaer Porzellanen des frühen 19. Jahrhunderts wider. Ein sehr schönes Beispiel hierfür wird in der Sammlung der Klassikstiftung Weimar bewahrt: Tasse und Unterschale mit einem Dekor in der Art ostasiatischer Lackarbeiten (Abb. 2). Kurz nach 1800 hatte August im Gothaer Residenzschloss Friedenstein ein „Chinesisches Cabinet“ einrichten lassen, das neben den Londoner Ostasiensammlungen zu den führenden Institutionen seiner Art in Europa zählte. Neben Porzellanen, Yixing-Steinzeugen und Specksteinskulpturen bildeten japanische Exportlacke des 17. und 18. Jahrhunderts einen Schwerpunkt des Gothaer Kabinetts. Bereits unter Augusts Vater, Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg, durften die künstlerischen Mitarbeiter der Porzellanmanufaktur die vielfältigen Friedensteinischen Kunstsammlungen wie auch die herzogliche Bibliothek zu Studienzwecken nutzen. Auch im Fall der Weimarer Tasse liegt die Vermutung nahe, dass dem Porzellanmaler ein entsprechendes Originalstück als Vorlage zur Verfügung gestanden hat – wenngleich dabei die Ausführung der dargestellten Reiher ein wenig missglückt ist.

Als August nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1804 die Regierung angetreten hatte, schloss er mit Henneberg einen Erbpachtvertrag über die Manufaktur ab. Die damit verbundenen Bedingungen waren so sensationell günstig, dass der Vertrag einer Schenkung gleich kam. „Um ihm Dero gnädigste Zuneigung zu beweisen“, löste der junge Herzog bei seinem langjährigen Kammerdiener auf diese originelle Art und Weise ein Versorgungsversprechen ein. Die Streitigkeiten unter den Pächtern gipfelten schließlich in einem völligen Zerwürfnis mit Christian Schultz, der daraufhin Gotha verließ und 1805 die Leitung der Porzellanmanufaktur Gera-Untermhaus übernahm.

Zunächst hatte das Ausscheiden von Christian Schultz wie auch von weiteren künstlerischen Mitarbeitern deutliche Qualitätsverluste bei der Produktion des ab 1807 mit „F. E. Henneberg“ firmierenden Unternehmens zur Folge. Erst ab etwa 1815/20 entstanden in Gotha wieder Porzellane von vorzüglicher Qualität, woran möglicherweise Johann Christian Henneberg einen nicht unerheblichen Anteil hatte. Der geschäftstüchtige Sohn Friedrich Egidius Hennebergs war bereits seit 1811 Teilhaber der Manufaktur und übernahm nach dem Tod des Vaters im Jahr 1834 deren Leitung.

Bereits seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert erfreuten sich Porzellane mit arkadischen Landschaftsdekoren großer Beliebtheit. Auch in der Gothaer Manufaktur wurden vorzugsweise Kaffee- und Teegeschirre mit antiken Ruinenlandschaften dekoriert. Dabei nutzten die Porzellanmaler vielfach Stichvorlagen des italienischen Künstlers Giovanni Battista Piranesi (1720-1778), wie ein qualitätvolles Kaffee-, Tee- und Kakaoservice aus der Zeit um 1815/20 in der Sammlung der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha zeigt (Abb. 3). Auch die zeitgleich entstandenen Porzellane mit Porträtdarstellungen von Mitgliedern des Gothaer Herzogshauses sind von außerordentlich hoher Qualität (Abb. 4).

Die Produktion von figürlichem Porzellan spielte in Gotha lediglich eine untergeordnete Rolle. Bei den wenigen noch erhaltenen Stücken handelt es sich beinahe ausschließlich um Biskuitporzellane. Während die im ausgehenden 18. Jahrhunderts entstandenen Figuren nach Modellen des Gothaer Hofbildhauers Friedrich Wilhelm Doell (1750-1816) thematisch der Antike verpflichtet waren, lag der Schwerpunkt der figürlichen Produktion in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf Porträtplaketten und Büsten (Abb. 5).

Mit der zunehmenden Etablierung von Gebrauchsporzellanen in bürgerlichen Haushalten orientierte sich auch die Henneberg’sche Manufaktur wie die meisten europäischen Porzellanhersteller mehr und mehr am Geschmack der breiten Masse. Dennoch zeugen zahlreiche, in den 30er bis 60er Jahren des 19. Jahrhunderts entstandene Gothaer Porzellane nach wie vor von einer äußerst hohen künstlerischen Qualität. Bei vielen dieser anspruchsvolleren Stücke handelte es sich jedoch meist um Auftragsarbeiten, die als Einzelanfertigungen ausgeführt wurden. Zweifelsohne zählt das 1842 von der Stadt Gotha in Auftrag gegebene Hochzeitsservice für Erbprinz Ernst von Sachsen-Coburg und Gotha und Prinzessin Alexandrine von Baden zu den bedeutendsten Arbeiten, die im 19. Jahrhundert in der Manufaktur entstanden sind (Abb. 6).

Beim feierlichen Einzug des Paares in die Residenzstadt Gotha am 21. Juni 1842 wurde das kostbare Service überreicht. „Dieses Geschenk besteht in einem vollständigen Tafelservice von Porcellan für vierundzwanzig Personen. Sämtliche Stücke desselben sind mit dem Allianzwappen und der Devise: Fideliter et constanter (treu und beständig) auf blauem Bande verziert und reich vergoldet. Die zum Tafelaufsatz gehörige Blumenvase zeigt auf der einen Seite den Prospect der Residenzstadt Gotha und darüber das sächsische Wappen, auf der anderen Seite den der Residenzstadt Karlsruhe mit dem badenschen Wappen. Die achtundvierzig Dessertteller enthalten auf der innern Fläche Ansichten bedeutender Gebäude und der schönsten Landschaften in dem Großherzogthume Baden und dem Herzogthume Gotha. (…) Werthvoll dürfen wir das Tafelservice schon um deswillen nennen, weil es den Beweis liefert, daß die hiesige Porcellanfabrik hinsichtlich ihrer Leistungen mit den angesehensten Fabriken des Auslandes in die Schranken treten kann.“9 Und dies tat die Gothaer Manufaktur auch. So beteiligte sie sich erfolgreich mit einer Auswahl ihrer Produkte an der ersten Weltausstellung 1851 in London. Zu den Musterstücken, die Johann Christian Henneberg in London präsentierte, gehörte ein exquisiter Porzellantisch mit mehrteiligem, verschraubbarem Fuß, der mittels kleiner Rollen mühelos bewegt werden konnte (Abb. 7). Die in London errungenen Medaillen wie auch die Auszeichnungen weiterer internationaler Leistungsvergleiche ließ Henneberg – sicher nicht ohne Stolz – auf selbst produzierten Werbetafeln aus Porzellan abbilden (Abb. 8).

Ein weiteres heute noch erhaltenes Beispiel für eine sehr qualitätvolle Einzelanfertigung entstand im Jahr 1855. Anlässlich des 50. Geburtstages des Gothaer Obermedizinalrates Dr. Buddeus beauftragten die Apotheker des Herzogtums die Manufaktur mit der Anfertigung eines Kaffeeservices mit botanischen Motiven. Während auf dem Spiegel des zugehörigen Tabletts eine entsprechende Widmung zu finden ist, sind auf der Rückseite die lateinischen Bezeichnungen der auf den Serviceteilen dargestellten Heilkräuter vermerkt, deren Anfangsbuchstaben den Namen BUDDEUS ergeben.10

Über drei Generationen wurden die Geschicke der Gothaer Porzellanmanufaktur von Mitgliedern der Familie Henneberg gelenkt. Nach dem Tod Johann Christians im Jahr 1860, übernahm dessen ältester Sohn August die Leitung des Unternehmens. Er verstarb 1881. Seine Erben veräußerten die Manufaktur 1883 an die Brüder Simson, die Inhaber der bekannten Simson-Werke in Suhl. Aufgrund von Absatzschwierigkeiten, mit denen bereits August Henneberg zu kämpfen hatte, stellten die neuen Besitzer die Produktion von Zier- und Gebrauchsporzellanen ein und spezialisierten sich auf die Herstellung von Küchengeräten. Damit fand die Ära der Gothaer Porzellanmanufaktur nach mehr als 150 Jahren ihr Ende. Etwa zur gleichen Zeit, an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, rückte das Gothaer Porzellan erstmals in den Blickpunkt musealer Sammelinteressen. Karl Purgold, von 1890 bis 1934 Direktor des Herzoglichen Museums zu Gotha, tätigte sowohl aus dem Kunsthandel, als auch aus Privatbesitz umfangreiche Erwerbungen und legte somit den Grundstock für die inzwischen mehr als 1.000 Stücke umfassende Gothaer Porzellan-Sammlung des heutigen Schlossmuseums der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha.

Quellenangaben

1 EMDE, Ruth B. (Hrsg.): Selbstinszenierungen im klassischen Weimar: Caroline Jagemann, Band 2 Briefwechsel, Dokumente, Reflexionen, Göttingen 2004, S. 758

2 WEBER, Max Maria von: Carl Maria von Weber, Ein Lebensbild. Bd. 1, Leipzig 1864, S. 322).

3 KLEBE, Albert: Gotha und die umliegende Gegend, Gotha 1796, S. 219

 

4 Thüringisches Staatsarchiv Gotha Sign. T.T. II 90 11-13 Gesuch der Frau von Rotberg an Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg vom 18. November 1795

5 BERTUCH, Friedrich Justin (Hrsg.): Journal des Luxus und der Moden, Weimar 1795, S. 447 f.

6 s. a. DÄBERITZ, Ute: Gothaer Porzellan des 18. Jahrhunderts, Gotha 1995, S. 20 f.

7 Thüringisches Staatsarchiv Gotha Sign. T.T. II a 90 a Vertrag des Erbprinzen August von Sachsen-Gotha-Altenburg mit den drei Porzellanarbeitern Schulz, Gabel und Brehm, die Pachtung der Gothaer Porzellanfabrik betreffend, vom 1. Juli 1802

 

8 Goethe, Johann Wolfgang von: Tag und Jahreshefte 1808, in: Berliner Ausgabe. Poetische

Werke (Band 1-16), Band 16, Berlin 1960

9 BUBE, Alfred: Gotha’s Erinnerungen an die denkwürdigen Junitage des Jahres 1842, Gotha, Gläsersche Buchhandlung o. J.

10 DÄBERITZ 1995 (wie Anm. 6), S. 199

 

Teile eines Services mit römischen Ansichten nach G. B. Piranesi, um 1820

Service

Rahmenprogramm

Sonntagsführungen (Beginn jeweils 15.00 Uhr):18. April, 9. Mai, 13. Juni, 15. August, 5. September

Teegesellschaften (Beginn jeweils 19.00 Uhr):29. April, 27. Mai, 24. Juni, 29. Juli

Neben Sonntagsführungen und museumspädagogischen Angeboten sind von April bis Juli – jeweils am letzten Donnerstag des Monats – abendliche Teegesellschaften im Musikzimmer von Schloss Friedenstein vorgesehen. Den französischen oder Berliner Salons vergleichbar, gab es im 18. und frühen 19. Jahrhundert auch in Gotha sogenannte Teegesellschaften. Bürger und Mitglieder des Hofes trafen sich regelmäßig in den privaten Salons der Stadt und plauderten bei Musik und Tee über Kunst, Literatur oder Philosophie. Die Veranstaltungsreihe wird vom Freundeskreis Schlossmuseum Gotha e. V. maßgeblich unterstützt.

Museumspädagogische Veranstaltungen

Mittwoch, 19. Mai 2010, 15 Uhr: Schatzsucher: „So viele Blüten …“ Frühlingshafte Führung für Kinder und Erwachsene durch die Ausstellung. Im Anschluss kann jeder Teilnehmer einen hochwertigen Fenster-Anhänger aus Porzellan mit Frühlingsmotiven verzieren.

Donnerstag, 22. August, 10:30 Uhr

„Ganz schrecklich viele Tassen“ Führung durch die Ausstellung für Kinder und Erwachsene Im Anschluss kann jeder Teilnehmer eine Tasse oder einen Teller individuell mit Porzellanfarbe bemalen.

Phallusdarstellungen, um 1800/1804

Tasse

Weinkelch mit Unterschale, um 1800

Tasse

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Flyer zur Einladung Porzellan Ausstellung580.43 KB

Ausstellung Gotha

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