Porzellanmuseen Deutschland und Europa
Porzellanmuseum Selb und Hohenberg

DEUTSCHES PORZELLANMUSEUM
Das in einer ehemaligen Fabrikantenvilla in Hohenberg/Eger eingerichtete Museum zeigt etwa 12.000 Porzellane aus einem Bestand von 150.000 Sammlungs- objekten. Damit bietet das Porzellanikon eine Gesamtschau über die Entwicklung des Porzellans im deutschsprachigen Raum seit dessen Nacherfindung in Europa vor 300 Jahren und die größte Design- und Produktsammlung für den Bereich Porzellanindustrie des 19. und 20. Jahrhunderts.
EUROPÄISCHES INDUSTRIEMUSEUM FÜR PORZELLAN
Das erste bayerische Industriemuseum, das ebenso wie das Museum für Technische Keramik und das RosenthalMuseum seinen Platz in einer einstigen Rosenthalfabrik in Selb-Plößberg gefunden hat, verfügt über die bedeutendste industriegeschichtliche Sammlung und Dokumentation der Porzellanherstellung. Der historische Maschinenpark, zusammengetragen aus ganz Europa, wird ergänzt durch multimediale, teilweise interaktive Darstellungen, die den Produktionsweg des Porzellans anschaulich und nachvollziehbar machen.
EUROPÄISCHES MUSEUM FÜR TECHNISCHE KERAMIK
Hier wird in einer umfassenden Übersicht gezeigt, wie Porzellan und Keramik in Medizin und Mechanik, Mechatronik und Elektrik sowie in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz kommen. Damit macht das Museum sichtbar, was gemeinhin unsichtbar ist: In Körpern und Motoren, in Schaltkreisen und Computern, in Schutzwesten, auf Sprungschanzen etc. Das Europäische Museum für Technische Keramik ist in der Komplexität der thematischen Darstellung einzigartig.
ROSENTHALMUSEUM
Die Sammlung ist der Unternehmens- geschichte der Weltmarke gewidmet. Sie macht deren Profil, deren Designlinien und Konzept anschaulich und zeigt zahlreiche künstlerische Objekte aus der Zusammenarbeit der Rosenthal AG mit namhaften Künstlern.
Bayreuther Fayencen Museum
Die Sammlung umfasst ca. 300 hochkarätige Fayencen, die in der Bayreuther Fayencemanufaktur zwischen 1716 und 1788 hergestellt wurden. Aus dem Besitz der Bayreuther Markgrafen stammen einzelne Stücke, die zum Teil entsprechende Monogramme tragen. Sie gehören entweder zum Altbestand des Neuen Schlosses oder wurden später angekauft. Der Großteil der Fayencen wurde 1976 von der Bayerischen Schlösserverwaltung mit dem Ankauf der Sammlung Rummel erworben. Weiter Ankäufe und Leihgaben runden die Sammlung ab.
Deutsche Fayence- und Porzellanmalerei
Den deutschen Fayencehausmalern verdanken wir wohl die erste Anregung zur Muffelfarbenmalerei auf Fayence und Porzellan. Die eigentliche Domäne der Fayencedekoration war bekanntlich die Scharffeuerfarbenmalerei, so genannt, weil die Farben auf die noch rohe, ungebrannte Glasur aufgetragen wurden, um im Garbrand, im sog. Scharffeuer eingeschmolzen zu werden. Wegen der hohen Temperatur des Glattfeuers war die Palette der Scharffeuerfarben nur auf bestimmte Farbkörper von Blau, Grün, Gelb, Violett und Eisenrot beschränkt.
Bröhan Museum Berlin
Sammlungs-Schwerpunkte sind Arbeiten des französischen und belgischen Art Nouveau, des deutschen und skandinavischen Jugendstils sowie Ensembles des französischen Art Deco. Das Bröhan-Museum ist Hort einer außergewöhnlich reichen Porzellansammlung bedeutender Manufakturen (KPM Berlin, Kgl. Kopenhagen, Meißen, Nymphenburg, Sèvres, Rozenburg etc.) ebenso wie von Metall- und Glasarbeiten der wichtigsten Künstler und Firmen dieser Zeit, einschließlich der wegweisenden industriellen Produktion.
Das Spektrum umfaßt u.a. herausragende Beispiele folgender Künstler und Firmen: Emile Gallé und Joh. Loetz Wwe., Möbel von Eugène Gaillard, Hector Guimard, Louis Majorelle, Peter Behrens, Bruno Paul und Richard Riemerschmid, Möbelensembles von Jacques-Emile Ruhlmann, Art-Deco Kunst wie die Schmiedearbeiten von Edgar Brandt, Silber von Jean Puiforcat, Paris, und Georg Jensen, Kopenhagen. Im 3. Obergeschoss ist jeweils ein Kabinett dem belgischen Jugendstilkünstler Henry van de Velde und dem Wiener Secessionskünstler Josef Hoffmann gewidmet.
Bröhan-Museum
Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus (1889–1939)
Schloßstraße 1a, 14059 Berlin (am Schloß Charlottenburg)
Tel.: +49/(0)30/326 906 00
E-Mail:info@broehan-museum.de
Keramikmuseum Weiden (Oberpfalz)
Das Internationale Keramik-Museum Weiden ist ein 1990 als Zweigmuseum der Neuen Sammlung München gegründetes Museum für Porzellan und Keramik in der bayerischen Stadt Weiden. Untergebracht ist es im sog. Waldsassener Kasten des Klosters Waldsassen.
Gezeigt werden auf rund 1.000 m² Ausstellungsfläche Keramik- und Porzellanerzeugnisse aus führenden deutschen und europäischen Manufakturen vom Rokoko bis zum 20. Jahrhundert sowie Exponate verschiedenster Zeitepochen aus allen Teilen der Welt. An der Sammlung beteiligt sind das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst, die Archäologische Staatssammlung, das Bayerische Nationalmuseum und die Neue Sammlung selbst.
Ein zentraler Bestandteil des Museums ist die von dem Weidener Unternehmer Dr. Wilhelm Seltmann zusammengetragene und 1994 von seiner Witwe dem Museum überlassene Sammlung chinesischen Porzellans. Sie legt den Schwerpunkt auf Erzeugnisse der Qing-Dynastie und schenkt, anders als vergleichbare Sammlungen, auch der Kunst des 19. Jahrhunderts erhebliches Augenmerk.
Internationales Keramik-Museum Waldsassener Kasten
Luitpoldstraße 25, 92637 Weiden
Tel +49 (0)9 61 / 3 20 30
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 12.30 Uhr
Rehau Heimatstuben
Museum Rehauer Heimatstuben
Aufgabe der 1985 eingerichteten Rehauer Heimatstuben ist es, die wichtigsten Epochen der Stadt aufzuzeigen und die Schicksale ihrer Bewohner zu verdeutlichen. In vier Räumen sowie in Flur und Hof des alten Rathauses vermitteln die verschiedensten Ausstellungsgegenstände einen Eindruck über die Geschichte unserer Heimat. Schaukästen bergen Ausgrabungsgegenstände, Siegel, Medaillen, Münzen, Stempel und Urkunden.
An den Wänden hängen Fotos von Stadt- und Straßenansichten, Pläne, Karten und Ähnliches. Zwei Stadtmodelle führen die gravierenden Unterschiede zwischen der historisch gewachsenen alten Stadt vom 15. Jahrhundert bis zum Brand von 1817 und der von Grund auf anders gearteten Neuschöpfung einer klassizistischen Stadtanlage anschaulich vor Augen. Weiter sind auch die Kostbarkeiten der historischen Rehauer Tracht zu sehen. Zahlreiche Ausstellungsstücke aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und vorher, wie z.B. ein Himmelbett, Möbel, Porzellan, Küchengeräte, Spinnräder und vieles mehr zeigen dem Betrachter auf, wie unsere Vorfahren gelebt haben.
Kontaktdaten:
95111 Rehau - Maxplatz 5-9
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 9.00 – 13.00 Uhr und 14.00 – 17.00 Uhr - Samstag 9.00 – 13.00 Uhr - Sonntag 14.00 – 17.00 Uhr
Porzellanmuseum Darmstadt
Das Museum der Großherzoglich-Hessischen Porzellansammlung geht auf die Gründung Großherzog Ernst Ludwigs von Hessen und bei Rhein zurück. Aus den Sammlungen des fürstlichen Hauses faßte er Porzellane und andere keramische Erzeugnisse im Prinz-Georg-Palais zusammen, das er ab 1908 als Museum der Öffentlichkeit zugänglich machte. Das kleine Palais am Rande des Darmstädter Herrngartens war um 1710 unter Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt vermutlich durch Louis Remy de la Fosse, den Baumeister des Darmstädter Neuschlosses, errichtet worden.
Schlossgartenstr. 10, D-64289 Darmstadt, Tel. 06151/71 32 33
Email:info@porzellanmuseum-darmstadt.de
Öffnungszeiten:
Mittwoch 10-13 und 14-17 Uhr; Samstag 10-13 Uhr
Porzellanmuseum Höchst
Die kurfürstlich-mainzische Höchster Porzellan-Manufaktur wurde 1746 in Höchst am Main gegründet. "Höchster Porzellan 1746 bis 1796" präsentiert das dortige Porzellan-Museum im Kronberger Haus, einer Dépendance des Historischen Museums Frankfurt. Hier dokumentieren über 1000 Stücke wie Figuren, Geschirre und Prunkvasen die Geschichte der zweitältesten Porzellanmanufaktur Deutschlands aus allen Schaffensperioden.
Ihr wichtigster Meister, Johann Peter Melchior, leitete in dieser Zeit eine neue Epoche der Porzellangestaltung ein. Es entstanden Tafelgeschirre von höchstem Anspruch und Figuren von bestechender Natürlichkeit. Seine bedeutendste Gruppe ist der "Kaiser von China". Die Stücke geben nicht nur einen Einblick in die Kunstgeschichte, sondern auch in die Lebensweise von Rokoko und Klassizismus: Festlich eingedeckte Speisetafeln und Dekors wie das "Stilleben mit Früchten und alten chinesischen Porzellanen" veranschaulichen die Tafelkultur dieser Zeit.
Höchster Porzellan-Museum im Kronberger Haus, Zweigstelle des historischen museums
Bolongarostr. 152, 65929 Frankfurt-Höchst
Tel ++49 (0)69 212-36712 oder 212-45474
Öffnungszeiten
Samstag und Sonntag 11-18 Uhr
Zusätzlich an folgenden Feier- und Brückentagen:
2.4., 5.4., 13.5., 14.5., 24.5., 3.6. und 4.6.2010
Porzellan- und Glasmuseum Mitterteich

Die Mitterteich Porzellanfabrik und die Gebäude, teilweise aus dem Jahre 1880, wurde teilweise abgerissen und durch Sanierung des ehemaligen Hauptgebäude sowie einen Neubau direkt an der Tirschenreuther Strasse ein Porzellanmuseum errichtet. In den neugestalteten Räumen ist ausser Porzellan der Mitterteich Porzellanfabrik auch Glas und Ausstellungstücke der Fa. Schott Ruhrglas zu bewundern.
Bei der Einweihung des Mitterteicher Porzellan-Museums war auch Wilhelm Siemen, Direktor des Porzellanikons Selb-Plößberg, zugegen. Die Einrichtung in Mitterteich empfinde er nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu seinem Haus, sagte er der Frankenpost. Denn in Mitterteich gehe es vor allem um die eigene Porzellan-Geschichte. Man habe schon im Vorfeld miteinander gesprochen. In Zukunft würden Porzellanikon und der Verein Porzellanstraße mit Mitterteich zusammenarbeiten. Jeder Baustein ist hilfreich, Porzellan wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. Das Museum ist ab den 19. Januar 2010 geöffnet jeweils Dienstags bis Sonntag.
Porzellanmuseum Nymphenburg
Das Porzellanmuseum in Schloss Nymphenburg in München befindet sich im Obergeschoss des Marstallmuseums. Gezeigt werden über 1.000 Exponate der 1761 gegründeten Porzellanmanufaktur Nymphenburg von 1747 bis 1930. Die Sammlung geht auf eine Mustersammlung des Unternehmers Albert Bäuml zurück. Paradestücke sind die Figuren der Commedia dell’arte von Franz Anton Bustelli und die Figuren von Dominik Auliczek von 1770.
Untrennbar mit der Geschichte der Schlossanlage Nymphenburg verbunden ist auch die Porzellanmanufaktur gleichen Namens. Unter Kennern und Liebhabern weltweit bekannt ist die Porzellansammlung der Familie Bäuml. Sie wird seit 1986 in den Räumen über dem Marstallmuseum als »Museum Nymphenburger Porzellan – Sammlung Bäuml« gezeigt.
Öffnungszeiten
Schloss Nymphenburg, Marstallmuseum mit Museum "Nymphenburger Porzellan" und Amalienburg
April bis 15 Oktober: 9-18 Uhr, 16. Oktober bis März: 10-16 Uhr
Reichebacher Porzellanmuseum
Das Porzellanmuseum ist ein Besuchermagnet für Gäste aus nah und fern. Es ist Bestandteil der Porzellanmanufaktur Reichenbach. Bei einem Besuch erfahren Sie viel Interessantes und Wissenswertes über die Porzellanherstellung. Übrigens gibt es hier den einzigen noch erhaltenen dreigeschossigen Rundofen Europas, welcher unter Denkmalschutz steht.
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag 9.00 - 17.00 Uhr, Samstag, Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr
Stadtmuseum Jena (Burgau)
Am 19. März 1945 wurden die Museumsgebäude durch Bombentreffer zerstört, nur die ca. 4000 ausgelagerten Exposita konnten gerettet werden.
In den 1960er Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt der Sammeltätigkeit von der Volkskunde auf die Kunstgeschichte. Daneben entstanden Dokumentensammlungen für zwei Gedenkstätten zur örtlichen Arbeiterbewegung. 1987 eröffnete in der Göhre am Markt das neue Stadtmuseum, seitdem werden hier stadtgeschichtliche Ausstellungen und Kunst präsentiert.
Die stadtgeschichtliche Sammlung umfasst heute ca. 66.000 Bestandseinheiten. Wesentliche Schwerpunkte der Sammeltätigkeit sind die Bereiche: Topographie der Stadt und der Umgebung, Porträts, Schlacht von Jena und Auerstedt 1806, Stammbücher, Porzellane der Manufaktur "Ferdinand Selle Burgau a.d. Saale", Fotos (http://egov1.kommunenonline.de/fotodb/index.php), Dokumente und Gegenstände zu Alltag und Lebensweise der Jenaer Bevölkerung bis zur Gegenwart.
Städtische Museen Jena, Stadtmuseum, Markt 7, 07743 Jena
Tel: +49(0)3641-498261
Porzellanmuseum Walküre
Firmengeschichte des Unternehmens, Szenen der Gästebewirtung, z.B. blau-weiß geflieste Küche eines großbürgerlichen Wohnhauses der Jahrhundertwende, Bahnhofsrestaurant, fiktives Hotel Bayreuth.
Das WALKÜRE Porzellanmuseum finden Sie direkt auf dem Firmengelände unterhalb des Festspielhügels in Bayreuth. Das Museum ist werktäglich durchgehend von Montag bis Freitag von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet sowie nach vorheriger Vereinbarung.
Keramikmuseum Mettlach
Mit einem modernen Museumskonzept präsentieren sich keramische Schätze der Sammlungen Villeroy & Boch aus mehreren Jahrhunderten. Die spannende Präsentation mit wechselnden Themen zeigt die europäische Industriegeschichte vom Spätbarock bis heute sowie die Entwicklung der Alltagskultur. Staunen Sie über die Nachttöpfe von Kaisern und Königen und erleben Sie die Vielfalt der Farben, Formen und Dekore ausgesuchter Exponate. Lassen Sie sich von ihrer Schönheit faszinieren.
Öffnungszeiten: Mo bis Fr: 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr und Sa und So*:09:30 Uhr bis 18:00 Uhr *November bis Ende Februar Sonntags geöffnet von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Haus der Kunst - Porzellanmuseum
Das Museum für Alt-Meißner Prozellan wurde im Juli 1990 eröffnet. Es ist in den oberen Etagen im Haus der Kunst eingerichtet. Es werden in über 80 Ausstellungsvitrinen ca. 600 Exponate aus der Schaffensperiode der Meißner Porzellan-Manufaktur gezeigt. Der Großteil der Sammlung stammt aus Privatbesitz von Kurt Krockenberger, dem Initiator und Hausherren vom Haus der Kunst. Außerdem sind Leihgaben von Sammlern aus der ganzen Welt zu bewundern, unter anderem das kleinste Kaffee- und Speiseservice aus Meißner Porzellan der Welt. Außerdem umfaßt die Sammlung Raritäten aus der Anfangszeit der Manufaktur ca. 1720 bis zu seltenen Stücken aus der Jugendstilzeit bis 1920.
Kanalstr. 10, 73630 Remshalden, Öffnungszeiten: Montag-Freitag 10:00 bis 13:00 und Samstag 10:00 bis 14:00
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