Porzellanmaler Kurt Schröder Höchst
Kurt Schröder im Höchster Porzellan Museum 21. Juni 2008 – bis auf weiteres Kurt Schröder zählt zu den wichtigsten Künstlern der Höchster Porzellan-Manufaktur. In Höchst war er von 1976 bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden 1990 Betriebsleiter und künstlerischer Leiter der Malerei. In dieser Zeit erreichte die Höchster Porzellan-Manufaktur ein Spitzenniveau, für das man ihr weit über Deutschland hinaus Anerkennung zollte. Kurt Schröder kam erst auf Umwegen nach Höchst. Geboren wurde er am 25. Dezember 1927 in Zehdenick an der Havel. 1942 begann er eine Lehre als Porzellanmaler in der Königlich Preußischen Porzellanmanufaktur (KPM) in Berlin. Ab 1967 war Schröder als Leiter der gesamten Malereiabteilung der KPM verantwortlich für die Malerei, die Ausbildung, das Brennen der Dekore und die Poliererei.
Im Jahr 1976 erreichte ihn der Ruf an die Höchster Porzellan-Manufaktur. Sein Arbeitsbe- reich umfasste alle Dekore und Motive, von der Watteau-Malerei über die Purpurlandschaften bis hin zur Staffierung der Höchster Figuren. Persönlich allerdings fühlte er sich immer hauptsächlich der Blumenmalerei verbunden. Seine besten Arbeiten haben ihren Weg in große Sammlungen, in Königsschlösser und auch in den Vatikan gefunden. Kurt Schröder lebte für die Blumenmalerei. Davon zeugen neben den Porzellanen hunderte Zeichnungen und Aquarelle. Er wusste wie wenige andere, wie wichtig Naturstudien waren und vermochte diese gekonnt und haarfein in leuchtende Blumenarrangements umzusetzen. Erst wenn eine Blume vollständig in seinem Gedächtnis gespeichert war, sah er sich in der Lage, diese in freier Gestaltung auf dem leuchtenden Porzellangrund wiederzugeben. Kurt Schröders Malerei ist bis in die feinsten Nuancen hinein perfekt und lässt bisweilen das Vor- bild aus der Natur hinter seiner Kunst zurücktreten.
Die Ausstellung aus Anlass von Kurt Schröders 80stem Geburtstag im Höchster Porzellan- Museum im Kronberger Haus zeigt einen Querschnitt durch sein Lebenswerk, mit Aquarel- len, Zeichnungen und natürlich Porzellanen aus allen Perioden seines Schaffens. Sie stellt einen Künstler vor, der die beiden Manufakturen, für die er tätig war, entscheidend geprägt hat. Weit über die Orientierung an deren Traditionen hinaus aber zeigt sie in seinen individu- ell gestalteten Unikaten, Zeichnungen und Aquarellen einen Maler, der die Blumenmalerei im künstlerischen Ausdruck auf einen neuen Höhepunkt geführt hat. Bis heute hat Kurt Schröder den Malerpinsel keineswegs aus der Hand gelegt. Nunmehr, auf der Höhe seiner Leistungskraft, will er sich ganz der freien künstlerischen Arbeit widmen. Die Ausstellung im Porzellanmuseum Kronberger Haus ist Samstags und Sonntags, an Feier- und Brückentagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3,00 € (ermäßigt 1,50 €).
Ihre Ansprechpartnerin: Patricia Stahl Höchster Porzellan-Museum im Kronberger Haus Dependance des Historischen Museums Frankfurt Bolongarostraße 152, 65929 Frankfurt am Main-Höchst Tel. 069 212 36712 069 212 45474 Patricia, stahl @stadt-frankfurt. de











