Porzellanflohmarkt 2003

Porzellanflohmarkt 2003

Porzellanflohmarkt 2003

Porzellankopfpuppen im Deutschen Spielzeugmuseum

 Deutsches Spielzeugmuseum

Am Himmelfahrtstag, dem 13. Mai, um 11 Uhr eröffnet das Deutsche Spielzeugmuseum die Sonderausstellung „Von Sonneberg in alle Welt. Armand Marseille und die Ära der Porzellankopfpuppen“. Die Sonderausstellung ist Teil des thüringenweiten Gemeinschaftsprojektes „250 Jahre Porzellanland Thüringen“. Am Beispiel der Porzellanfabrik Armand Marseille widmet sie sich einem eigenständigen, ebenso bedeutsamen wie reizvollen Kapitel der Geschichte des Thüringer Porzellans.

Armand Marseille (1856-1925) war der vermutlich größte Porzellan-Puppenkopfhersteller. Millionen von Biskuitköpfen tragen seine Initialen. Seine Produkte wurden in viele Länder der Erde verkauft. In wenigen Jahren avancierte die 1885 in Köppelsdorf bei Sonneberg gegründete Porzellanfabrik zum Branchenriesen. Einzelne Puppenköpfe waren so erfolgreich, dass sie über 40 Jahre hergestellt wurden. Heute sind Biskuitkopfpuppen von Armand Marseille begehrte Sammelobjekte.

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von mehr als 60 Biskuitkopfpuppen der Fabrikation Armand Marseille aus der Sammlung des Deutschen Spielzeugmuseums. Sie wird von einer Vielzahl an Exponaten aus der Kopfsammlung des Museums ergänzt. Eine Fotodokumentation gewährt Einblicke in den Museumsbestand an Porzellankopfpuppen anderer thüringischer Hersteller, darunter Erzeugnisse der Fabrikationen Ernst Heubach, Köppelsdorf, Gebr. Heubach, Lichte, J.D. Kestner, Waltershausen, oder Simon & Halbig, Gräfenhain. Die Präsentation wird durch eine Klangistallation des Gitarristen und Klangkünstlers Falk Zenker bereichert. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten von Thomas Schwämmlein und Reinhild Schneider.

Das Ausstellungsprojekt konnte dank der großzügigen Unterstützung des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur und der Sparkasse Sonneberg auf den Weg gebracht und umgesetzt werden. Die Restaurierung eines Großteils der Puppen der Fabrikation Armand Marseille ist einer Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu danken. Zu den Leihgebern der Ausstellung gehören neben dem Coburger Puppenmuseum private Leihgeber wie die Familie Schoenau, Sonneberg, Hörb Schröppel und Ilse Achatz, beide Sonneberg.

Zur Ausstellungseröffnung wird die Landrätin des Landkreises Sonneberg, Christine Zitzmann, das Publikum begrüßen. Zur Einführung sprechen Dr. Andrea Geldmacher, Vertreterin der Vorstandschaft des Thüringer Museumsverbandes, und Reinhild Schneider, Leiterin des Museums. Es erklingt Musik von Falk Zenker. Das Kollegium des Deutschen Spielzeugmuseums freut sich zum Anlass dieser lang erwarteten, bedeutsamen Sonderausstellung auf ein zahlreiches Publikum.