Porzellanfabrik Pirkenhammer Brezova
Pirkenhammer (Brezova)
Die Fabrik wurde unter der Firma Tischer & Reichenbach" weitergeführt und auf Porzellanerzeugung umgestellt. Am 21.1.1822 erhielt die Firma die förmliche Landesfabrikbefugnis und am 23.5.1829 ein Privilegium zur Aufstellung einer Kupferdruckpresse auf fünf Jahre. Besitzer: 1802-17.6.1803 Friedrich Höcke und Johann Gottlob List, 1803 Friedrich Höcke, 1810 Johann Martin Fischer und Christoph Reichenbach, 1816 M. Sophie Fr. Fischer und Christoph Reichenbach, 1824 Christian Fischer und Christoph Reichenbach, 1846 Christian Fischer, 1859 Rudolf Karl Fischer und Ludwig Mieg, 1885 Rudolf Karl Fischer und Wilhelmine Mieg, dann Rudolf K. Fischer (noch 1897), Otto Seiferheld und Wilhelmine Mieg, Otto Seiferheld und Arthur und Walter Mieg, Otto Seiferheld und Walter Mieg, 1908 (etwa) Wilhelm und Viktor Maier nach Versteigerung, 1918 "Oepiag" bzw. ab 1920 "Epiag" bis 1945. Pächter: 1805 Ferdinand Kranz und Gottlob Winkel, 1807-1809 Gottlob Winkel. Firmennamen: 1802 "Höcke & List", 1803" Friedrich Höcke", 1810 "Fischer & Reichenbach", 1846 Thristian Fischer", 1859 "Fischer & Mieg", 1918 Oepiag bzw. ab 1920 "Epiag". Markeiz: -1803 (17.6.) wahrscheinlich H & L, 1803- F.H., 1810 F& R, 1846 C F, 1859 F& M.
Von Johann Martin Fischer erbte im J. 1816 dessen Fabrikshälfte die Witwe M. Sophie Fr. Fischer, die sie im J. 1824 an den ältesten Sohn Christian Fischer übergab. Diesem verkaufte Christoph Reichenbach seine Fabrikshälfte im J. 1846. Christian Fischer, der in den Jahren 1845/46 in Zwickau i.Sa. eine Porzellanfabrik gebaut hatte, verkaufte die Fabrik in Pirkenhammer an seinen Sohn Rudolf und an den Schwiegersohn Ludwig Mieg im Jahr 1859. Dessen Söhne brachten die Fabrik in Konkurs. Bei der Versteigerung erwarben sie Wilhelm und Viktor Maier, die sie 1918 an die""Oepiag" verkauften. Erzeugnisse: 1845: Geschirre in Renaissanceformen; figurale Gegenstände wurden erst ab 1842 hergestellt, Puppenköpfe ab 1846, Büsten ab 1847. Unter den Figuren um 1857 auch einige nach Modellen von Thomas Seidan. Von den für die Fabrik in Pirkenhammer tätigen Malern ist besonders. der Pariser Maler Auguste Carrier hervorzuheben, der für Pirkenhammer von 1868 bis etwa 1901 tätig war und dem die Firma "'Fischer & Mieg" 1874 in Paris ein eigenes Atelier eingerichtet hatte. 1904: Tafel-, Kaffee-, Wasch- und Hotelgeschirre, pharmazeutische Artikel, Badewannen, Luxus- und Kunstgegenstände aller Art. 1937: Porzellanwaren aller Art, besonders Luxusservice, Vasen, figurales Porzellan in allen Farben. Im gleichen Jahr wurde ein Neubau für die Erzeugung von Steingut errichtet.
Arbeiter: 1845:230 , 1904: 500,1937:350.
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