Porzellanflohmarkt 2003

Porzellanflohmarkt 2003

Porzellanflohmarkt 2003

Porzellanfabrik Grünlas

Porzellanfabrik Grünlas (Loucky)

Porzellanfabrik Rudolf Kämpf, G.m.b.H. Gegründet im J. 1907 mit Bewilligung vom 15.6.1907 als "Egerländer Porzellanfabrik, G.m.b.H." von der Firma Benjamin Franklin Hunt & sons, Boston, die noch vor der Baubewilligung mit den Bauarbeiten und vor Beendigung der Bauarbeiten mit der Porzellanerzeugung begonnen hatte, aber plötzlich durch den Zusammenbruch ihrer amerikanischen Bank in den Konkurs geriet. Die Bauarbeiten wurden eingestellt, die Fabrik stillgelegt. Im J. 1908 übernahm die Firma L. Engel & Sohn, Aich, das schon fertiggestellte weiße Porzellan und dekorierte es in Grünlas. Dann stand die Fabrik wieder unbenützt. Da entschloß sich Rudolf Kämpf, der Pächter der Porzellanfabrik in Kaltenhof, die noch unfertige Fabrik in Grünlas zu erwerben. Einen vermögenden Gesellschafter fand er in Rudolf Dieterle, dem Direktor der Glasfabrik in Neusattl. Mitte Dezember 1909 kaufen sie die "Egerländer Porzellanfabrik"", bauen sie fertig und melden die Firma "R. Kämpf, Fabrikation und Verkauf von Porzellan- und Tonwaren in Grünlas" an. Rudolf Kämpf war ein tüchtiger Fachmann, das Geschäft ging gut. Am 25.9.1911 schließt er mit Rudolf Dieterle einen Gesellschaftsvertrag, in welchem R. Dieterle 2/3 und R. Kämpf 1/3 der Fabrik zugesprochen werden. Im Dezember 1911 wurde die neue Firma "Porzeflanfabrik R. Kämpf, G.m.b.H., Fabrikation und Vertrieb von Porzellanwaren und der dazu gehörigen Nebenprodukte, in Grünlas" angemeldet. Die Fabrik erzeugte schöne Speise- und Kaffeeservice. Sie wurde nach 1945 weiter ausgebaut.

Den Anteil des Rudolf Kämpf erben im J. 1918 seine Witwe Josefine (+ 1944), der Sohn Hans, der die Fabrik weiterführt, und die Tochter Antonie Kümmelmann in München- Solln. Die Fabrik wird öfters vergrößert, so 1920, 1924, 1939, 1940 und 1943. Den Anteil des Rudolf Dieterie erben im J. 1933 der Sohn Arthur, Direktor der Glasfabrik in Neusattl, und die Töchter Gertrude Schuberth in Graz, Doris Langhans in Karlsbad und Elfriede Dieterle in München-Gräfelfing.