Porzellanflohmarkt 2003

Porzellanflohmarkt 2003

Porzellanflohmarkt 2003

Napoleonmuseum Schloss Arenenberg lädt zum Ausstellungsmenü

Zu Tisch mit den Bonapartes

Salenstein, 16. März 2010 – Königinnen-Suppe, grüne Austern aus Osten-de und der Bretagne, Reis nach Kaiserinnen Art gereicht mit Weinen aus der Toskana, dem Burgund, aus Bordeaux und der Champagne: In der neuen Jahresausstellung „Zu Tisch –À Table! Köstlichkeiten aus fürstlichen Küchen und Kellern“ nähert sich das Napoleonmuseum Thurgau Schloss und Park Arenenberg vom 10. April bis 10. Oktober 2010 den kuli-narischen Gepflogenheiten der Fürsten Europas.

Die höfische Kultur des Essens und Trinkens zwischen 1800 und 1900 steht im Mittelpunkt der Sonderschau auf dem Arenenberg, die in Zusammenarbeit mit der Réunion des musées nationaux in Paris und dem Museo Napoleonico in Rom präsentiert wird. Während sich die Häuser in Paris und Rom auf die Trinkkultur konzentrieren, erweitern die Schweizer Ausstellungsmacher das Thema: Auf Schloss Arenenberg, dem Elternhaus Kaiser Napoleons III. am Bodensee, treten an die Seite der Getränke speziell ausgewählte Speisen und deren Rezepte, die aus teilweise noch nie bearbeiteten Quellen zusammengetragen wurden.

Als Gerüst der Ausstellung dient ein dreizehngängiges Menü aus dem Jahr 1805, das Massimo, der „Maître de cuisine“ der holländischen Königin Hortense, für ihre Mutter Joséphine und Kaiser Napoleon I. auf Schloss Malmaison bei Pa-ris servieren liess. Einzelne Gänge des Menüs mit Rezept und dazugehörigem Wein aus dem Keller Kaiserin Joséphines werden dabei mit einer historischen Persönlichkeit aus dem Umfeld der kaiserlichen Familie verbunden: Kaiser Na-poleon I. beispielsweise mit seinem Lieblingswein, einem Chambertin aus dem Burgund und dem Gang „Lamm Pré salé am Grillspiess“. Das zarte Lamm-fleisch stammt aus der Region um den Mont Saint-Michel, wo die Wiesen re-gelmässig von den salzigen Fluten des Meeres überschwemmt werden. Es nimmt dabei einen besonders würzigen Geschmack an. Der Kaiser war übri-gens kein Geniesser. Häufig hatte er in spätestens acht Minuten gegessen und verliess die Tafel. Seine Gäste assen deshalb vorsichtshalber vorher oder orga-nisierten Extra-Diners nach den kaiserlichen Empfängen. Die Beschreibung verschiedener adliger Höfe unter jeweils einem speziellen kulinarischen Aspekt rundet das „Ausstellungsmenü“ ab: So lernt der Besucher den Weinkeller von Kaiserin Joséphine kennen. Oder begibt sich via Bilderaus-flug auf die Insel Mainau an die Tafel des Fürsten Esterházy, der das beliebte Blumeneiland 1827 kaufte. Erlesene Porzellane und exquisites Kristall sowie Texte von Alexandre Dumas, dem Verfasser von „Wörterbuch der Kochkunst“ erinnern an ein Souper auf Schloss Arenenberg.

Seltene und kostbare, aber auch heutzutage merkwürdig anmutende Exponate aus fürstlichen Haushaltsbeständen illustrieren die Tischkultur des 19. Jahrhun-derts. Der Besucher bekommt eine Eisbombe zu Gesicht und erfährt, dass ein Diner auf Aluminiumgeschirr zu den teuersten Vergnügungen gehörte.

Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Spezialführungen, Vorträgen und napo-leonischen Abenden, bei denen mehrgängige Menüs nach Originalrezepten serviert werden, runden die kulinarische Reise ins 19. Jahrhundert ab. Informationen: Napoleonmuseum Thurgau Schloss & Park Arenenberg, CH-8268 Salenstein, Tel. +41 (0)71 663 32 60, Fax+41 (0)71 663 32 61, napoleonmuseum@tg.ch - www.napoleonmuseum.tg.ch - www.napoleonpark.ch - Text und Bilder auch unter www.pr2.de/presse.php

Öffnungszeiten:

Dienstag – Sonntag: 10 – 17 Uhr, Kassenschluss: 16.30 Uhr

Während der Ausstellung (10. April – 10. Oktober 2010)

Montag 13 -17 Uhr

Dienstag bis Sonntag 10 – 17 Uhr, Kassenschluss: 16.30 Uhr

 

Anreise

Schloss & Park Arenenberg liegt nur 10 Minuten westlich von Konstanz ober-halb von Ermatingen bzw. Mannenbach und ist auch mit dem Zug (Thurbo, Seehas), dem Schiff (Schifffahrt Untersee-Rhein) und dem Schweizer Postauto erreichbar.