Manufaktur Meissen feiert 300 Jahre Porzellan
Die Manufaktur MEISSEN feiert im Jahr 2010 mit zahlreichen Veranstaltungen und Ausstellungen ihr 300-jähriges Jubiläum.
Mit der Erfindung des Hartporzellans und der darauf folgenden Gründung der Porzellan-Manufaktur MEISSEN im Jahr 1710 nahm die Geschichte des europäischen Porzellans ihren Anfang. Im Jahr 2010 feiert die Manufaktur MEISSEN ihre Gründung und ihr dreihundertjähriges Bestehen.
In der ersten Fertigungsstätte der Manufaktur auf der Meissener Albrechtsburg begann die einzigartige Erfolgsgeschichte des Meissener Porzellans. Über Jahrhunderte und Generationen begeistert der feine weiße Scherben mit den gekreuzten blauen Schwertern Freunde und Liebhaber des Porzellans und trägt künstlerischen Anspruch und Innovationsgeist aus Sachsen in alle Welt. Der Mythos der Marke MEISSEN, einer der weltweit führenden Luxusmarken, manifestiert sich seit 300 Jahren in meisterlichem Kunsthandwerk, eigener Ästhetik, Individualität, Sinnlichkeit und Wertigkeit. Dafür stehen kostbare Porzellane aus den Bereichen Fine Living & Home Art, Fine Dining und Fine Jewellery & Accessories.
Die Gründung der Manufaktur war ein Ereignis von europäischem Rang, die Feier ihres 300. Jubiläums im Jahr 2010 ist von weltweiter Bedeutung. Anlass genug, Gäste aus aller Welt nach Meißen einzuladen. Die Manufaktur MEISSEN, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und die Staatlichen Schlösser Burgen und Gärten Sachsen sowie weitere Partner bieten ein umfangreiches Programm an Ausstellungen und Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2010. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Grosse Appellationsstube um 1850
All Nations are Welcome
All Nations are Welcome. Diesem Credo widmet sich eine Sonderausstellung in der Manufaktur MEISSEN von Januar bis Dezember 2010 ein Ereignis von besonderer kultureller Bedeutung in Europa. Seit 300 Jahren vereint MEISSEN Tradition und Moderne, Völker und Kulturen, Religionen und Weltanschauungen. Die Sehnsucht nach fernen Welten ist eine unerschöpfliche Inspirationsquelle: Der Zauber Asiens, der märchenhafte Orient, die ewige Schönheit der Antike. Seit drei Jahrhunderten wird Meissener Porzellan in die Welt verschenkt von Königen, Diplomaten und Liebhabern. Seit der Teilnahme an den großen Weltausstellungen des 19. Jahrhunderts in Chicago, Paris und London gewinnen internationale Handelsbezie- hungen zunehmend an Bedeutung. Die Ausstellung vereint die verschiedenen Facetten Meissener Internationalität und belegt diese mit herausragenden Meissener Porzellanen, die den Einfluss der Kulturen und Epochen während der 300-jährigen Geschichte meisterlich reflektieren. Besondere Highlights sind Porzellane für die russische Zarin Katharina II. genannt "die Große" oder Porzellankunst unserer Gegenwart, darunter die Großplastik eines Weißkopfseeadlers für die amerikanische Botschaft in Berlin.
Weitere Sonderausstellungen und Installationen in der Manufaktur MEISSEN 2010: - Der Meissener Porzellan-Zoo für kleine und große Kinder - Johann Friedrich Böttgers "Chocolate Porcelain - Die MEISSEN Jewellery Collection 2010 - Im Garten der Börner-Vasen
23. Januar bis 31. Dezember 2010 Manufaktur MEISSEN. Weitere Informationen unter www.meissen.com Besucherservice: Tel. +49-3521-468 208, museum@meissen.com
Triumph der blauen Schwerter
Die spektakuläre Ausstellung "Triumph der blauen Schwerter" im Japanischen Palais in Dresden konzentriert sich auf die ersten 100 Jahre der Meissener Manufaktur.
Zwischen 1710 und 1815 entwickelte MEISSEN ein breites Spekt- rum der Möglichkeiten der Porzellanherstellung und feierte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts seine bis dahin größten Triumphe. Die kostbaren Erzeugnisse von der Albrechtsburg werden zu einem unverzichtbaren Statussymbol der europäischen Fürstenhäuser und gelten bis heute weltweit als Inbegriff eleganter Tischkultur. Die Porzellansammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zeigt anlässlich des 300-jährigen Jubiläums der Manufaktur die Sonder- ausstellung "Triumph der blauen Schwerter. Meissener Porzellan für Adel und Bürgertum 1710-1815". Der Ausstellungsort ist wie kein zweiter geeignet, den festlichen Rahmen für diese Jubiläumsausstel- lung zu bieten, denn August der Starke hatte das Japanische Palais ab 1727 als Porzellanschloss ausbauen lassen. Erstmals werden große Teile der reichen Depotbestände der Dresdner Porzellansammlung gezeigt. Zusammen mit vielen Leihgaben aus Museen und Sammlun- gen aus aller Welt präsentieren sie ein umfassendes Bild der Meisse- ner Porzellankunst zwischen Barock und Biedermeier. Mit einer Prä- sentation ihrer modernen Produkte im Rahmen dieser Ausstellung schlägt die Manufaktur MEISSEN einen Bogen zur Gegenwart.
8. Mai – 29. August 2010 Japanisches Palais Dresden. Weitere Informationen unter www.skd.museum Besucherservice: Tel. +49-351-49 14 20 00, besucherservice@skd.museum
Der Stein der Weis(s)en
Auf der Albrechtsburg wurde die Meissener Manufaktur gegrün- det. Am historischen Ort erzählen einzigartige Zeugnisse von den Anstrengungen der heute "unsichtbaren Manufaktur" und der Geschichte des "Weißen Goldes".
Auf der Suche nach dem Stein der Weisen – der Substanz, mit der man unedle Metalle in Gold verwandeln könne – erfand Johann Friedrich Böttger 1708 das europäische Pendant des chinesischen Porzellans. Aus den Elementen Erde, Feuer, Wasser und Luft ent- stand eine wahre Kostbarkeit: feines, filigranes, glänzendes Porzellan. Böttgers Erfindung steht jedoch für weit mehr als das. Dokumentiert sie doch auch die stetige Suche der Menschen nach der allumfassen- den Wahrheit und dem Verständnis der Dinge zwischen Himmel und Erde. In den spätgotischen Mauern der Albrechtsburg fanden die Protagonisten um Böttger den Schutz für das Arkanum und Raum für die aufwändige Herstellung des europäischen Hartporzellans.
Bis 1863 war die Burg das wohl außergewöhnlichste Domizil Europas erster Porzellan-Manufaktur. Heute zeugt hier nichts mehr von den Arbeitsbedingungen und von den künstlerischen und technischen Leistungen der ersten 153 Jahre. Die Ausstellung lässt in einer spannenden Inszenierung aus Exponaten, sinnlichen Erlebnissen und multimedialen Interaktionen die "unsichtbare Manufaktur" in den Köpfen der Besucher wiedererstehen. Exklusiv zu den Jubiläumsfeierlichkeiten kehren ausgewählte frühe Meissener Porzellane zurück an den Ort ihrer Entstehung und verwandeln die altehrwür- dige Burg in ein Schloss aus Porzellan.
8. Mai – 31. Oktober 2010 Albrechtsburg Meissen. Weitere Informationen unter www.der-stein-der-weissen.de Besucherservice: Tel. +49-3521-47070, info@der-stein-der-weissen.de
Weitere Informationen zur Ausstellung Stein der Weis(s)en aufrufen
Fotoausstellung Joachim Baldauf
Weg vom Handwerk, hin zur Kunst. Die faszinierenden Foto- grafien von Joachim Baldauf zeigen Mythos und Geschichte des Meissener Porzellans aus Sicht eines zeitgenössischen Fotografen. Der hoch dekorierte, deutsche Fotograf Joachim Baldauf gilt als Grenzgänger zwischen Fashion- und Avantgardefotografie. Inter- nationales Renommee erlangte er unter anderem durch seine Bahn brechende Sicht inszenierter Interior-, People- und Design-Fotografie für das Lifestyle-Magazin Wallpaper. Baldauf sagt selbst über sein Ausstellungskonzept: "Grundgedanke war die Darstellung von Meissener Porzellan in bislang ungesehener Art. Weg vom Hand- werk, hin zur Kunst." Die rund 30 Werke umfassende Ausstellung wird gemeinsam mit der Ausstellung "Der Stein der Weis(s)en" auf der Albrechtsburg zu sehen sein.
Mai – Oktober 2010 Albrechtsburg Meissen. Weitere Informationen unter www.meissen.com
Zauber der Zerbrechlichkeit
Die Gründung der Porzellan-Manufaktur MEISSEN war Anlass für die Errichtung vieler anderer Porzellanmanufakturen. In "Zauber der Zerbrechlichkeit werden rund vierzig von ihnen MEISSEN die Ehre erweisen.
Die Ausstellung möchte einerseits die Strahlkraft beleuchten, die vom Meissener Porzellan ausging, andererseits soll auch der Aspekt der ge- genseitigen Einflussnahme in den Blickpunkt gestellt werden. Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts lösten sich die Manufakturen vom Einfluss MEISSENs und beschritten teilweise neue innovative Wege in Form und Dekor.
Etwa 500 Exponate aus zahlreichen internationa- len Museen werden in dieser einmaligen Zusammenstellung der hoch- karätigsten Porzellan-Manufakturen ein lebhaftes Bild europäischen Porzellans im 18. Jahrhundert vermitteln und die ästhetischen Qualitä- ten dieser Kunstgattung auf besondere Art und Weise inszenieren.
9. Mai – 29. August 2010 Ephraim-Palais Berlin. Weitere Informationen unter www.stadtmuseum.de
| Anhang | Größe |
|---|---|
| 300 Jahre Manufaktur Meissen | 1.15 MB |
| Flyer Zauber der Zerbrechlichkeit | 298.62 KB |
















