Keramikmussen Deutschland und Europa
Der Ursprung unserer großen Museen ist in der königlichen Sammelleidenschaft des 16. Jahrhunderts begründet. Damalige Herrscher stellten alles, was ihnen staunenswert und künstlerisch wertvoll erschien, in sogenannte Wunderkammern, die sie nur für Auserwählte öffneten. Im 17. und 18. Jahrhundert entdeckten auch Kunstliebhaber und Gelehrte ihre Lust am Sammeln und legten Galerien und Kabinette an.
Mit der Ausdifferenzierung der Sammlungen entstanden die Sparten der heutigen Museen: Kunst, Kunstgewerbe, Geschichte, Naturkunde und Völkerkunde. Vom aufstrebenden Bürgertum wurde immer stärker ein öffentlicher Zugang gefordert. So entstanden in wenigen Jahrzehnten von 1830 bis 1890 die meisten der heutigen großen Museen. Als letzte Sparte wurde 1906 das technische Museum in München aus der Taufe gehoben.
Im 20. Jahrhundert wurde die Museumslandschaft durch die Gründung kleinerer Museen und Gedenkstätten erweitert. Neben Heimatmuseen und der Huldigung berühmter Persönlichkeiten werden auch gern kuriose Sammlungen präsentiert, dabei erfahren auch die erhaltenen höfischen Wunderkammern eine Renaissance. Und in den großen Museen entwickelt sich mit Sonderausstellungen und Veranstaltungen ein neuer Trend zum Staunen.
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