Porzellanflohmarkt 2003

Porzellanflohmarkt 2003

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Henry van de Velde

Henry van de Velde ist am 3. April 1863 in Antwerpen geboren; † 25. Oktober 1957 in Zürich) war ein belgischer Architekt und Designer. Er studierte Malerei in Antwerpen bei Charles Verlat. Er gilt als einer der vielseitigsten Künstler des Jugendstils / Art Nouveau. Von ihm ging eine fundamentale Erneuerung der angewandten Kunst aus. Seine Arbeiten in den unterschiedlichsten Materialien überwanden das gegenständliche Dekorum des späten 19. Jahrhunderts. „Ein Gefühl von Unruhe und mangelnder Befriedigung beherrschte uns um 1890 so allgemein“, schrieb Henry van de Velde in seinen Kunstgewerblichen Laienpredigten (in deutscher Sprache 1902 erschienen). Die daraus bei ihm resultierende künstlerische Sinnkrise ließ ihn um 1893/1894 seine Laufbahn als Maler abbrechen und sich der Architektur und angewandten Kunst zuwenden.

Van de Velde erhob die Linie zum alleinigen Ausdrucksträger seiner Objekte, exemplarisch gesteigert zur plastischen Form erscheint sie in diesen berühmt gewordenen Kandelabern von 1898, die für den Freund und Mäzen Harry Graf Kessler gefertigt wurden.

Er wurde 1902/7 Gründer der Großherzoglich Sächsischen Kunstgewerbeschule Weimar. Von 1904 bis 1911 dauerte die Gesamtplanungs- und Bauzeit der von ihm im Jugendstil erbauten Gebäude. Van de Velde war Mitglied im 1907 gegründeten Deutschen Werkbund, einer Vereinigung von Künstlern, Archtikten, Unternehmern und Sachverständigen. Gemeinsam mit Anna Muthesius und Paul Schultze-Naumburg entwarf er künstlerisch inspirierte Modelle weiblicher Reformkleidung. 1908 bis 1909 gestaltete er den Innenraum von Schloss Lauterbach ebenfalls im Jugendstil um. Die Kunstgewerbeschule wurde 1915 geschlossen, van de Velde verließ 1917 Deutschland. Er sah sich starkem politischen Druck, insbesondere ausländerfeindlichen Anfeindungen, ausgesetzt. Die Kunstgewerbeschule wurde später Keimzelle der Bauhaus-Architektur.

1920 bis 1926 entwarf er als Architekt für das Mäzenaten-Ehepaar Kröller-Müller ein Privatmuseum in Otterlo in den Niederlanden, das jedoch erst 1938 als Provisorium fertiggestellt wurde. 1925 erhielt er eine Professur für Architektur an der Universität Gent und wurde ein Jahr später Direktor des neu gegründeten Institut Supérieur des Arts Décoratifs (ISAD) in Brüssel. 1936 emeritierte er, beteiligte sich aber noch an den zwei Weltausstellungen in Paris 1937 und in New York 1939. Wegen seiner Tätigkeit als Conseiller esthétique de la reconstruction unter deutscher Besatzung wurde van de Velde nach dem Zweiten Weltkrieg in Belgien angefeindet. 1947 zog er sich in die Schweiz zurück und starb dort 1957 in Zürich.

Henry van de Velde, der belgische Designer, hinterließ Villen in Chemnitz, Gera und Weimar. Hausbesuche zum 50. Todestag.

Hanni und Herbert mussten sie haben. Unbedingt. Diese modernen Möbel, die Hanni in einer Zeitschrift entdeckt hatte. Diese dekorativen Stühle, diese eleganten Schränke, diese nur ganz sanft geschwungenen Sofas ohne Schnörkel, alle diese schönen Dinge, die von einem Belgier entworfen wurden. Nein. In ihrer Mietswohnung am Kaßberg kamen die edlen Stücke nun wirklich nicht richtig zur Geltung. Bald wollten Hanni und Herbert mehr. Sie wollten alles: ein Haus, durchgestylt vom Keller bis zum Oberlicht, vom reisigbesengewischten Verputz bis zur Pfeife für den Hausherrn. Die Schränke und Tische, die Betten und Spiegel, die Tapeten, die Teppiche, die Lampen, alles sollte der Belgier entwerfen. Er hat es gemacht. Bis hin zu den Gürtelschnallen der langen, fließenden Gewänder, zu denen passend er die Gartenwege so anlegte, dass Hanni zwischen den Blumenrabatten zu schweben schien.

Atelier Henry van de Velde
Atelier Henry van de Velde

Henry van de Velde schuf für das Industriellenehepaar Herbert und Johanna Esche ein Gesamtkunstwerk. Und deshalb stehen, gut hundert Jahre später, fast stumm vor Bewunderung, immer wieder Anhänger des belgischen Designertausendsassas vor der bienenwachsgelben Familienfestung an der Chemnitzer Parkstraße. Erhaben hat er sie an den Hang komponiert, hoch über den Schloten der damals prosperierenden sächsischen Industriemetropole. Mit Blick in den Garten der Musiksalon, durchkomponiert bis zu den Heizungsverkleidungen. Hoch die Halle mit der Paradetreppe nach oben, erhellt von einem blau changierenden Oberlicht. Holzgetäfelt der Speisesaal mit Platz in den Paneelen für die Bilder der Ahnen, deren Stammvater einen Webstuhl für Strümpfe erfunden hatte. Als wäre man bei Esches zum Diner geladen, so sorgfältig ist der Tisch mit Meissen – für van de Velde freihandbemalt – eingedeckt, so nah vergangenem Leben das repräsentative Erdgeschoss. Die Kinderzimmer schlicht, mit Stauraum fürs Spielzeug; das Badezimmer komfortabel, das Schlafzimmer rosa bespannt. Von der zweckmäßigen Eleganz der oberen Etage ist wenig erhalten. Aber Möbelstücke von van de Velde helfen der Imagination.

Man schrieb das Jahr 1904, als die Familie einzog. Herbert Esche war arriviert, er leitete mit seinem Bruder die expandierende familieneigene Strumpffabrik, die größte Deutschlands. 1911 ließ er sein Heim noch einmal erweitern. Auf vier Etagen, 1200 Quadratmeter insgesamt. Im gleichen Jahr starb Hanni. Herbert Esche blieb mit den Kindern. Bis 1945. Da zogen die Sowjets ein und machten die Villa zu ihrer Kommandantur. Später kam dann die Stasi. In den neunziger Jahren stand das zum Verkauf. Für 7,5 Millionen Euro schließlich sanierte ab 1998 detailbesessen die Chemnitzer Grundstücks- und Gebäudewirtschafts-Gesellschaft das Relikt aus Zeiten wirtschaftlichen Wachstums – und zeigt es heute stolz. Jetzt wird in der großen Halle Mozart gespielt und Sibelius, Friedrich Schorlemmer liest, beim Rundgang kann man sich hineinzaubern in die Ideen, in den unbedingten Gestaltungswillen van de Veldes, kann sich in Details vergucken wie die Türbeschläge, die man nicht banal herunterklinkt, sondern mit einem Daumendruck öffnet. Was man jedoch um Himmels willen nicht wirklich versuchen sollte. Es könnte eine Rüge setzen.

Im September wird hier, oberhalb des Stadtparks am Rande der Innenstadt, eine Ausstellung über den Meister und seine Schüler eröffnet. Denn vor 50 Jahren ist Henry van de Velde gestorben. Mit 94 Jahren. Die meisten davon zugebracht mit unermüdlicher Arbeit, deren Spuren sich durch Belgien und die Niederlande wie durch Deutschland ziehen. Vor allem durch Thüringen und Sachsen. Seine künstlerisch vielleicht wichtigste Zeit hat er hier verlebt. Von 1902 bis 1917. Mit Wohnsitz in Weimar. Eine imaginäre Route, die Stationen zum Beispiel in Weimar, Gera, Jena hat, motiviert zum Häusergucken. Ein Faltblatt, konzipiert von einer engagierten jungen Architektin und mitgetragen von der Klassik Stiftung Weimar, von den Tourismusorganisationen und der van de Velde-Gesellschaft Sachsen, dokumentiert mit vielen hilfreichen Wegweisern seine Hinterlassenschaften. Und stupst en passant in Städte, deren Jugendstilpreziosen frappieren. Wäre man ohne die Nachhilfe des Belgiers auf die Idee gekommen, nach Chemnitz zu fahren?

Henry Clemens van de Velde, 1863 in Antwerpen geboren, studierte Malerei und verdiente anschließend wohl gar nicht so schlecht. Immerhin konnte er sich ein Häuschen bauen. Ganz nach seinem Geschmack und Entwurf. Das Gebäude und seine Einrichtung gefielen auch anderen. Unverhofft wurde der Maler zum Architekten, zum Möbeldesigner, zum Gestalter von Gebrauchsgegenständen. Bald schon bekam er auch Aufträge aus Deutschland. In Berlin zum Beispiel richtete er den Kaiserlichen Frisiersalon Haby ein, entwarf Möbelkollektionen – und bekam die Stadt schnell über. Wie passend, dass Weimar rief. Großherzog Wilhelm Ernst holte den Belgier an den Hof an der Ilm. Dem Regenten ging es um die heimische Wirtschaft: Mit der wachsenden Industrialisierung darbte das Handwerk, die Töpferei zum Beispiel lag im Argen; der Designer sollte neue Impulse geben. Bald schon gründete van de Velde in Weimar eine Kunstgewerbeschule und baute auch gleich das passende Gebäude, außerdem erweiterte er die großherzogliche Kunstschule zur Hochschule für bildende Künste – und schuf so die Grundlage für das weltberühmte Bauhaus. Die Gebäude bilden heute die Bauhaus-Universität, sind Weltkulturerbe und voller munterer Studenten, die sich von andächtigen Van-de-Velde-Fans nicht weiter stören lassen. Und so bewundert nur der Tourist die großen gerundeten Fenster, die Licht lassen in die Ateliers, die Türen, deren obere Flügel man für den Transport großer Leinwände öffnen kann. Schönheit und Funktion im Einklang.

Der Verfechter dieser Idee arbeitete fürderhin aber weniger für den Herzog als für Privatleute. Der Kunstfreund Harry Graf Kessler bestellte eine Inneneinrichtung. Im westfälischen Hagen gab es einiges zu tun im Auftrag von Karl Ernst Osthaus, dem Begründer des Museums Folkwang. Vor allem aber Elisabeth Förster-Nietzsche, der hauptberuflichen Schwester des eben in Weimar verstorbenen Philosophen, war für das Erbe ihres Bruders nichts zu teuer. Ein neues geistig-kulturelles Weimar schwebte ihr vor – ihr Bruder als Mittelpunkt des Kults, ihre Villa Silberblick in eleganter Lage über der Stadt als das Zentrum. Henry van de Velde kümmerte sich vom simplen Garderobenhaken bis zu den eingepassten Bücherregalen, vom Flügel bis zum matt erdbeerfarbenen Stoffbezug für die Stühle um alles. Das verschlang genauso viele Reichsmark, wie die gesamte Villa gekostet hatte. Der Van-de-Velde-Jünger vergisst Nietzsche samt Schwester über dem komplett erhaltenen Ensemble und hat nur noch Augen für die Kreationen des Inneneinrichters. Wie viel würde so ein Sofa heute wohl kosten?

Van de Velde verschaffte, wie gewünscht, den heimischen Betrieben gute Aufträge. Die Weimarer Firma Scheidemantel baute organische Schreibtische, sauschwer, aber der Körperform angepasst. Sie fertigte Stühle (mit 57 Mark pro Stück ziemlich teuer, wie der von den Schwiegereltern bei der Möblierung knappgehaltene Schriftsteller von Münchhausen monierte). Die Töpfereien in Bürgel formten nach van de Veldes Anweisungen Krüge mit Verlaufglasur. Die elegant-einfachen Kaffee- und Teeservice lieferten heimische Manufakturen.

Noch immer kann van de Velde wirtschaftlich belebend wirken. Denn wer erst einmal auf den Geschmack von seinem neuen Stil, von Jugendstil und Art nouveau gekommen ist, der bleibt auf der Spur. Der lässt Goethe und Schiller liegen, biegt am Friedhof sofort in das Villenviertel an Gutenberg- und Cranachstraße ein und kann die Augen nicht mehr wenden von all den Häusern, die in der Zeit kurz nach der Jahrhundertwende entstanden – und in der Zeit nach der Wende saniert worden sind. Blendend sehen sie aus. Van de Veldes Villa für die Familie von Henneberg ist da schon fast eine der bescheideneren. Das Anwesen der Dürckheims wird gerade bearbeitet. Die gräfliche Familie, aus München nach Weimar zugezogen, hatte eine repräsentative Villa samt ebensolch feudaler Ausstattung bei van de Velde bestellt. Auch die Elektrizitätswerke Weimar und später die Stasi fanden Gefallen an dem Gebäude. Jetzt hat es ein Architekt gekauft und richtet es für Arbeits- und Wohnbedürfnisse her, der opulente Salon im Erdgeschoss als Treffpunkt.

Van de Velde selbst wohnte ein bisschen außerhalb. Er hatte sich eine Zuflucht geschaffen unter einem Dach, das wirkt wie ein umgedrehter Schiffsrumpf. Das Haus Hohe Pappeln geriet kleiner, als er für andere baute. Der funktional-dekorative Stil aber blieb derselbe, die Halle, die Treppe, die Schiebetüren. Heute gehört das Haus einem Reisebuchautor und Verleger aus München, der Besucher ins Parterre schauen lässt. Das ist möbliert mit Stücken, die van de Velde für den sparsamen Baron von Münchhausen entworfen hatte.

Für seine siebenköpfige Familie musste van de Velde Geld ranschaffen, und nie war genug da, obwohl an Aufträgen für das hoch bezahlte Multitalent, den »Alleskönner für alle«, kein Mangel herrschte. Denn ein wohlhabendes Großbürgertum konnte es sich leisten zu bauen. Nicht nur in Weimar. Auch in Gera zum Beispiel, das plötzlich ein Ziel wird, wenn man sich für den Wohnungsbau zu Beginn des 20. Jahrhunderts interessiert. In der Stadt, reich geworden durch die Textilindustrie, entstand ein Haus ansehnlicher als das andere. Henry van de Velde baute für den Fabrikanten Schulenburg. Jetzt, wo sich Gera mit einer Bundesgartenschau schmückt, gehört die Villa zum Besichtigungsprogramm. Da kann man sehen, wie Handwerker van de Velde wiedererwecken. Die Villa wird stilgerecht saniert. Treppenabsatz für Treppenabsatz, Leitungen werden hinter Wandverkleidungen verborgen, Textiltapeten nachgewebt, Lampen am Computer nachgestaltet.

Haus Schulenburg war 1914 einer der letzten Aufträge van de Veldes in Deutschland. Der Weltkrieg machte Weimar für den Ausländer ungastlich. Dreimal am Tag musste er sich polizeilich melden. Schließlich verließ er die Stadt, das Geld vom Verkauf seines Hauses fraß nach dem Krieg die Inflation.

Sein weiteres Leben verbrachte er nach Stationen in der Schweiz und den Niederlanden, Gent und in Brüssel zum Ende wieder in der Schweiz. Er entwarf noch das Interieur von Kreuzfahrtschiffen und Schlafwagen, wirkte an Belgiens Pavillons für zwei Weltausstellungen mit, baute dem niederländischen Mäzenenpaar Kröller-Müller ein Eigenheim in Otterlo und für ihre van Goghs ein Museum.

Und bis zu seinem Tod war er mit Herbert Esche befreundet. Der großzügige Bauherr und der begnadete Gestalter – noch als alte Herren haben sich die beiden getroffen. Für Herberts sportlich engagierten Bruder Fritz Eugen hat van de Velde übrigens damals noch das Clubhaus für den Lawn Tennis Club in Chemnitz entworfen, das es längst nicht mehr gibt, für Herberts Bruder Arnold die Einrichtung seines alten Ritterguts zu Lauterbach, das noch existiert. Und für Hannis Bruder die ebenfalls heute wieder sehenswerte Villa Koerner gleich beim Kaßberg. Dort liegt Europas größtes geschlossenes Jugendstil- und Gründerzeitviertel: Chemnitz saniert vom Schönsten.

Wie man heute in der Stadt baut, ist zum Beispiel gleich beim Markt zu besichtigen. Helmut Jahn hat da den durchsichtigen Glaspalast der Galeria Kaufhof hingestellt.

Van-de-Velde-Bauten: Villa Esche, Parkstraße 58, Chemnitz (Tel. 0371/5331088, www.villaesche.de), geöffnet Mi, Fr, Sa, So 10–18 Uhr, Eintritt frei; Villa Koerner, Beyerstraße 25, Chemnitz (Tel. 0371/419988, www.villa-koerner.com ), Erdgeschoss zur Besichtigung offen; Haus Schulenburg, Straße des Friedens 120, Gera (Tel. 0365/ 8264141, www.suchttagesklinik.de ), Eintritt 7 Euro

Ernst-Abbe-Denkmal, Carl-Zeiß-Platz, Jena

Haus Hohe Pappeln, Belvederer Allee 58, Weimar (Tel. 03643/545965), April bis Oktober, Di–So 13–18 Uhr, Eintritt 2,50 Euro; Nietzsche-Archiv, Humboldtstraße 36, Weimar (Tel. 03643/545159), Di–So 13–18 Uhr, Eintritt 2,50 Euro; Bauhaus- Universität, Geschwister-Scholl-Straße 8, Weimar, Bauhaus-Spaziergang, Di, Do, Fr, Sa 14 Uhr, 5 Euro; Bauhaus-Museum, Theaterplatz, Weimar, täglich 10–18 Uhr, Eintritt 4,50 Euro; Villa Dürckheim, Cranachstraße 47, Weimar; Haus Henneberg, Gutenbergstraße 1a, Weimar (nur von außen)

Führungen und Arrangements: Jugendstil in Chemnitz, 2 Stunden, Gruppenpreis 60 Euro; Gründerzeitviertel Kaßberg, eine Stunde, Gruppenpreis 30 Euro; Auf den Spuren Henry van de Veldes, zwei Übernachtungen ab 134 Euro; Auskunft: Tel. 0371/690680, www.chemnitz-tourismus.de

Jugendstil in Weimar, zwei Stunden, Gruppenpreis 75 Euro; Arrangement mit einer Übernachtung ab 118 Euro; Auskunft: Tourist-Information (hier gibt es auch das Faltblatt mit der Van-de-Velde-Route), Tel. 03643/7450, www.weimar.de

Quelle: Von Monika Putschögl | © DIE ZEIT, 14.06.2007 Nr. 25