Porzellanflohmarkt 2003

Porzellanflohmarkt 2003

Porzellanflohmarkt 2003

Fayencenmalerei Schloss Höchstädt Donau

Über den Tellerrand zu schauen lohnt sich!

Den Besucher erwartet ein einzigartiges Museum, in dem die Welt der deutschen Fayence des 17. und 18. Jahrhunderts präsentiert wird. Der Ausstellungsrundgang bietet mit rund 1000 Exponaten auf fast 900 Quadratmetern einen lebendigen Überblick über Geschichte und Technik der Fayence, informiert über Produktionsweise und Produkte der Manufakturen und macht die Bedeutung der Fayence für die Tafel- und Wohnkultur der Zeit anschaulich. So wird nachvollziehbar, warum die Fayence damals so weit verbreitet und wichtig war. Mitmach-Stationen für Groß und Klein, spielerische und sinnliche Elemente und Inszenierungen regen zum genauen Hinsehen und Ausprobieren an.

Was ist Fayence und wie wird sie hergestellt?

Diese Fragen werden rund um einen nachgebauten Brennofen beantwortet. Herstellungstechniken, Erfahrungswissen und Materialfragen entschieden wesentlich über die erfolgreiche Produktion von Fayencen, mit denen man zunächst chinesisches Porzellan nachzuahmen versuchte. In Deutschland gab es damals rund 80 Fayencemanufakturen, die sich auf dem hart umkämpften Keramikmarkt behaupten mussten. Auch die Fayenciers – Massebereiter, Former, Maler, Brenner – mit ihren oft schwierigen Arbeitsbedingungen kommen zu Wort. Was sie herstellten, fand unterschiedlichste Nutzungen und kann in der Ausstellung erkundet werden vom Alltagsgeschirr bis zum kostbaren Prunkstück.

Zum Staunen und Entdecken:

ein Vogelkäfig, eine raumhohe Kachelofennische oder ein außergewöhnlicher Tischbrunnen in Form eines Fisches, der von einem Adler angegriffen wird. Andere Fayencen sind im Zusammenhang ihrer ursprünglichen Funktion präsentiert, etwa auf einer prachtvoll gedeckten Tafel oder in der Schauküche mit Geschirr und originalen Kochrezepten der damaligen Zeit. Die im 17. Jahrhundert aufkommende Mode des Kaffee- und Teetrinkens wird in einem Kaffeehaus anschaulich erklärt.

Diverse Artikel für die aufwendige Morgentoilette feiner Herrschaften illustrieren die Rolle, die Fayencen auch für Hygiene und Schönheitspflege spielten. Begegnen Sie zahllosen Beispielen von faszinierender Kunstfertigkeit und Kreativität!

Im Schloss …

sind Reste von wiederentdeckten und jüngst restaurierten Wandmalereien des 18. Jahrhunderts zu bewundern. Deren Landschaftsdarstellungen bilden den idealen Rahmen für

eine Beschäftigung mit dem Thema Natur in der Fayence. Duftgefäße beschwören Wohlgerüche herauf, exquisite Blumenbilder beeindrucken mit leuchtenden Farben und feiner Ausführung. Auf Jagdfreunde warten nicht nur lebendige Jagdszenen, sondern auch kuriose Trophäen im Miniaturformat. Naturalistisch geformte Pflanzen und Tiere aus Fayence sorgen zum Abschluss des Rundgangs für zauberhafte Begegnungen – Schmunzeln und Schwelgen ist erlaubt.

Über den Tellerrand … Museum Deutscher Fayencen in Schloss Höchstädt an der Donau

Herzogin-Anna-Str. 52 • 89420 Höchstädt/Donau Tel. (0 90 74) 95 85-7 00 • Fax (0 90 74) 95 85-7 91 www.schloss-hoechstaedt.de

Öffnungszeiten April–September: Di–So 9.00–18.00 Uhr Oktober–März: geschlossen

Eintrittspreise 4.– Euro (regulär) 3.– Euro (ermäßigt, auch Gruppen ab 15 Personen)

Führungen und Veranstaltungen Regelmäßig kostenlose Führungen für Familien am 1. Sonntag im Monat, 15.00 Uhr Kinderveranstaltungen, Workshops und Themenführungen entnehmen Sie bitte gesonderten Ankündigungen. Besichtigung für Rollstuhlfahrer möglich

Anfahrt Mit der Bahn: DB bis Höchstädt, 10 Minuten Fußweg

Mit dem Reisebus: kostenlose Busparkplätze Mit dem Auto: über die B 16; Parkplätze stehen zur Verfügung.

Kontakt Bayerische Schlösserverwaltung Postfach 20 20 63 • 80020 München Tel. (0 89) 1 79 08-0 • Fax (0 89) 1 79 08-1 90 info@bsv.bayern.dewww.schloesser.bayern.de

Pressemitteilung Ausstellung

Meisterwerke der Keramik:
Am Donnerstag eröffnet das Museum Deutscher Fayencen in Schloss Höchstädt Vor 300 Jahren gelang es erstmals, Porzellan in Europa herzustellen. Vorausgegangen waren langjährige mühevolle Experimente. Dabei entstand auch eine Form der Keramik, die dem Weißen Gold optisch sehr nahe kam: die Fayence. Als preiswerte, aber oft nicht minder kunstvolle Alternative verbreitete sie sich bald rasch in ganz Europa. Im Jahr des Porzellanjubiläums eröffnet die Bayerische Schlösserverwaltung jetzt das erste Museum, das sich ganz den deutschen Fayencen widmet.

Über den Tellerrand heißt das neue Museum in Schloss Höchstädt an der Donau, denn es zeigt viel mehr nur prunkvolles Geschirr. Es entführt seine Besucher in ein wahres Zauberreich der Fayence. Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon eröffnet das Museum an diesem Donnerstag, den 29. April 2010 um 13 Uhr.

Das erste Museum Deutscher Fayencen bietet einen einzigartigen Einblick in die Welt dieser Keramik. Mit rund 1000 Exponaten aus 58 Manufakturen zählt die Sammlung zu den größten und bedeutendsten in Europa. Die Ausstellung erklärt anschaulich Herkunft, Geschichte und Technik der Fayence. Sie schildert die Arbeitsweise und Produkte der Manufakturen, informiert über typische Dekore, Formen oder Materialien und erklärt die Bedeutung der Fayence für die Tafel- und Wohnkultur der Zeit. Das multimediale Museum spart dabei nicht mit Humor und Fantasie. So manche Überraschung erwartet den Besucher!

Bei der Gestaltung hatte das Museumsteam vor allem Familien im Blick. Gerade die kleinen Besucher dürfen nicht nur betrachten, sondern an den vielen Kinderstationen auch mitmachen.

Am Eröffnungswochenende vom Freitag, 30. April bis Sonntag, 2. Mai 2010 wartet ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm mit Sonderführungen, Workshops, Konzerten und weiteren Veranstaltungen auf die Besucher.

Ausführliche Informationen zum Fayencen-Museum und zum Schloss Höchstädt, das Programm des Eröffnungswochenendes sowie Pressebilder und vieles mehr finden Sie auf der Internetseite www.schloss-hoechstaedt.de

Schloss Höchstädt
Herzogin-Anna-Straße 52, 89420 Höchstädt/Donau
Telefon (0 90 74) 95 85 - 7 00, Fax (0 90 74) 95 85 - 7 91
Internet: www.schloss-hoechstaedt.de

Presse-Informationen:
Dr. Jan Björn Potthast,
Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Tel. (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190

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