Porzellanflohmarkt 2003

Porzellanflohmarkt 2003

Porzellanflohmarkt 2003

Die Kunstabteilung Rosenthal

Die Kunstabteilung der weltbekannten Porzellanfabrik Ph. Rosenthal & CO., Aktiengesellschaft, Selb in Bayern ist die notwendige Ergänzung dieses modernsten Grossbetriebes der Feinkeramik. Während in seinen 5 Betrieben mit 36 Öfen und ca. 3000 Arbeitern alle Qualitätserzeugnisse in Gebrauchsgeschirren und elektrotechnischen Porzellan hergestellt werden, führt die Kunstabteilung die malerischen Entwürfe und plastischen Modelle der besten deutschen Künstler mit grösster Sorgfalt aus. Der Grundsatz unserer führenden Geister: nur künstlerische Ausführung bei vollendeter Technik kommt so in vollkommender Weise zum Ausdruck.

Die Kunstabteilung wurde 1908 gegründet. Sämtliche Erzeugnisse der Kunstabteilung wurden nach Originalentwürfen und Modellen der Künstler geschaffen.. Die malerischen Entwürfe Landschaften, Blumen, Ornamente, die Formen der Gefässe, die Farbengebung der Figuren, entstammten fast alle aus der Hand von Jul. V. Guldbrandsen, dem die künstlerische Leitung der Abteilung oblag.

Im Jahre 1910 trat Julius v. Guldbrandsen zur Porzellanfabrik Ph. Rosenthal & CO. AG über und verlegte seinen Wohnsitz nach Selb und gründete die Kunstabteilung Rosenthal, deren künstlerische und technische Leitung er bis 1923 ausführte.

Die Herstellung der Kunsterzeugnisse

Wie in jeder Industrie, so hat auch in der Porzellanindustrie in den letzten Jahrzehnten neben der Handarbeit vielfach die Maschine Eingang gefunden und durch die maschinelle Herstellung wurden die Erzeugnisse verbilligt und auch die Fabriken leistungsfähiger. Die Herstellung der Kunstporzellane von Rosenthal erfolgt ausschliesslich in Handarbeit. Nachdem mehrere Jahre hindurch die verschiedenen technischen Möglichkeiten der Erzeugung von Kunstsachen aus der Geschirrfabrik von Rosenthal ausgeprobt waren, erfolgte die Errichtung einer grossen separaten Gebäudes, das nur den Zwecken der Kunstabteilung dient und mit allem Einrichtungen der modernen Technik versehen wurde. Alle Rosenthal Kunstporzellane werden aus einer Masse hergestellt, die die reinsten und besten Rohstoffe enthält: Kaolin oder Porzellanerde aus Zettlitz bei Karlsbad, Feldspat und Quarz aus Schweden und Norwegen. Diese drei Materialien werden unter Zusatz von Wasser zu einer plastischen Masse gemischt, die geformt und gegossen werden kann. Die Glasur, mit welcher die Rosenthalsche Porzellane überzogen werden, zeichnet sich durch besonderen Brillantglanz aus. Sie ist ein Glasfluss, der im sogenannten Glattbrande des Porzellans bei 1450 Grad aufs innigste mit der Porzellanmasse verschmilzt. Die Künstler und Ihre Schöpfungen. Sämtliche Erzeugnisse der Kunstabteilung werden nach Originalentwürfen und Modellen erster Künstler geschaffen. Die malerischen Entwürfe, Landschaften, Blumen, Ornamente, die Formen der Gefässe, die Farbengebung der Figur, entstammen fast alle der Hand des liebenswürdigen Meisters Jul. V. Guldbrandsen, dem die künstlerische Leitung der Abteilung obliegt.

Ausstellungen und Erfolge

Die Erzeugnisse der Kunstabteilung wurden zum erstenmale auf der Weltausstellung in Brüssel vorgeführt und dort mit dem Grand Prix ausgezeichnet, während die Mitarbeiter Ehrendiplome erhielten. Sodann durchwanderte eine Kollektion die deutschen Grossstädte und wurde in den bedeutendsten Kunstsalons in Kollektiv-Ausstellungen vorgeführt. Auf der Weltausstellung in Gent wurden die Erzeugnisse wiederum mit den Grand Prix ausgezeichnet. Heute sind die Rosenthalschen Kunsterzeugnisse bereits in allen Kunstgewerbehäusern vertreten. Mit besonderen Interesse wurde die Schaffung einer neuen deutschen Porzellankunst von hohen und höchsten Herrschaften verfolgt, und es zählen zu den Käufern der Rosenthalschen Kunsterzeugnisse eine Reihe von Fürstlichkeiten von Deutschland und dem Auslande, wie: Der Kronzprinz und die Kronprinzessin, Erzherzog Thronfolger von Österreich, Prinz Eitel Friedrich, Prinz August Wilhelm von Preussen, König von Bulgarien, Prinz Alfons von Bayern Die Erzeugnisse wurden wiederholt in Zeitungen und Zeitschriften von ersten Kritikern lobend besprochen und in weiten Kreisen mehren sich die Freunde und Liebhaber dieser deutschen Kunstporzellane. Die Manufaktur wird auf dem beschrittenen Wege mit Hilfe der deutschen Künstlerschaft weiter vorwärts schreiten und ihre Erzeugnisse mögen dazu beitragen, den Ruhm des deutschen Kunstgewerbes in alle Lande zu tragen und zu fördern.

Rosenthal Studio Design Haus in Selb

1958 wurde das Rosenthal Design Studio in Selb gegründet. Das erste Studio Haus wurde 1960 in Nürnberg eröffnet. Diverse Designer, wie Raimond Loewy, Tapio Wirkkala, Walter Gropius prägten durch ihre Kreativität die Rosenthal Studio Line bis heute.

Mit Kunst leben – das ist für Rosenthal die Aufforderung, die Kunst wieder stärker in dem Alltag einzubeziehen. Denn die Trennung von Kunstobjekt und Gebrauchsgegenstand ist wieder historisch noch natürlich. In allen grossen kulturgeschichtlichen Epochen der Vergangenheit schuf der Künstler beides. Und das künstlerlischer Anspruch auch in Serienprodukten stecken kann, bewies zuletzt der Jugenstil, der ja in Deutschland eine wichtige Bewegung wurde. Rosenthal glaubt, dass sich industrielle Fertigung und künstlerischer Anspruch durchaus in Einklang bringen lassen. Das unternehmerische Denken spielt dabei ebenso eine Rolle wie die ästhetische Verantwortung. Die Fachgeschäfte mit Rosenthal Studio Line Abteilungen und die Rosenthal Studio Häuser haben sich in den Dienst einer Idee gestellt: Der Idee, dass die Tischkultur einer Zeit immer dann ihren Höhepunkt erreicht, wenn die besten Künstler an die Geestaltung der Dinge für den Tisch herangeführt werden. In der Rosenthal Studio-Abteilungen sehen Sie, was Künstler aus aller Welt für die Rosenthal Studio-Linie entworfen haben: angewandte Kunst in Porzellan, Glas, Besteck und Keramik. Jedes Stück wurde von einer Jury unabhängiger Kunstkritiker für die Rosenthal Studio-Linie ausgewählt. Die gleiche Jury wählt auch die gesamte Kollektion der Rosenthal Studio-Häuser aus. Dort finden Sie neben der Rosenthal Studio-Linie die Produkte der Gruppe 21. Das ist eine ausgewählte Kollektion von hervorragenden europäischen Herstellern, die sich in besonderem Masse um die gute Formgebung bemühen. In den Rosenthal Studio-Abteilungen und in den Rosenthal Studio-Häusern verlieren Sie keine Zeit damit, das Gute vom Schlechten zu trennen. Die Jury der Rosenthal Studio-Line garantiert für die künsterlische Qualität – Sie brauchen nur zu wählen, was ihrem Geschmack entspricht.

Rosentha Studio-Abteilungen wie Rosenthal Studio-Häuser in aller Welt stehen jederzeit allen denen offen, die sich auch dann für Tischkultur interessieren, wenn sie gerade kein Porzellan, Glas, Besteck oder Keramik brauche. Björn Wiinblad 1957 beginnt die Zusammenarbeit mit der Rosenthal AG in Selb. Björn Winblad, 1918 in Kobenhagen geboren, begann seine Karriere im Rosenthal Konzern im Werk Bahnhof Selb. Dort entstand die Form Zauberflöte und bis zur Verlagerung ins Werk Rotbühl entstanden dort noch viele kleine und grosse Kostbarkeiten aus den Händen von Björn Winblad.

Rosenthal als Glashersteller

Der Bereich Glas war ein relativ junger Zweig innerhalb der Rosenthal Gruppe. Anfang der 50iger Jahre begann man, Glas in die Kollektion aufzunehmen. Zunächst wurden fremdproduktionierte Gläser veredelt, bald jedoch erkannte man, dass diese nicht den formalen Ansprüchen der Rosenthal Studio-Linie genügen, denn das Glas sollte zum Porzellan passen. Deshalb ging man zur Eigenproduktion über.

In den 80iger Jahren war Rosenthal einer der bedeutendsten Hersteller für mundgeblasenes und handwerklich gefertigtes Glas in der Bundesrepublik Deutschland. Fertigungsstätten in Bad Soden und in Amberg realisieren die Idee von Künstlern und Designern. Keimzelle der Rosenthal Glas Produktion ist die Glas Versuchshütte in Selb, die zum Rosenthal Design Zentrum gehört. Hier erarbeiten hochqualifizierte Glasmachermeister zusammen mit den Entwerfern neue Serien und Geschenkartikel, die dann später in den beiden Werken hergestellt werden. Rosenthal hat sich in den letzten Jahren vor allem auf die Wiederentdeckung und Weiterentwicklung alter Glasmachertechniken spezialisiert. Diese oft verschollenen Verfahren ermöglichen in modifizierter Form den Gestaltern völlig neue Perspektiven im Glas Design. Beispiel dafür ist die Vasen und Schalenserie Galaxis, bei der eine seltene venezianische Technik in unser Zeit übertragen wird. Das schwarze Glas wird erst in einem langen Faden gezogen und dann in einer von Rosenthal speziell entwickelten Technik in die transparente Grundform eingearbeitet. Dadurch wird eine dynamische grafisch wirkende Struktur erreicht.

Rosenthal als Möbeldesigner

In dem Bemühen, bei der Gestaltung der persönlichen Umwelt noch stärker mitzuwirken, widmet sich Rosenthal auch dem Möbel-Design. Wie im Porzell

an-, Glas- und Keramikbereich arbeitet Rosenthal auch hier mit führenden Entwerfern zusammen. Beispielhafte Stationen auf diesem Weg sind Programme wie Hombre, Family oder Talete. Seit 1971 besitzt Rosenthal ein eigenes Möbelwerk in Espelkamp. Mit dem Kauf dieser Fertigungsstätte wurde nicht nur ein Werk, sondern auch technisches Know-how erworben. Das Jahr 1980 brachte für die Möbel Kollektion der Rosenthal Studio-Linie eine entscheidende Erweiterung.

Es gelang, führende italienische Entwerfer für die Gestaltung neuer Möbel Programme zu gewinnen: Cini Boeri, Pierlugi Ghianda, Vico Magistretti, Angelo Mangiarotti, Chiara Pampo, Gabriele Regondi, Lella und Massimo Vignelli. Diese für Rosenthal neuen Entwerfer geben der Kollektion wichtige Impulse und zeigen dem Weg für die Zukunft auf. Hier wird verwirklicht, was Philip Rosenthal einmal sagte: Möbel haben eine praktische und eine ästhetische Funktion. Gute Möbel entstehen, wenn Künstler, Designer und Techniker im Team eine glaubhafte Synthese finden. Die Möbel Kollektion der Rosenthal Studio-Linie finden Sie im gehobenen Einrichtungsfachhandel und in allen Rosenthal Studio-Häuser

Rosenthal Classic

Das Programm zeichnet sich aus durch elegante traditionelle Tafelgeschirre und Glasformen, die zum Teil bis zur Gründung von Rosenthal zurück gehen (Maria). Eine Bereicherung und Aktualisierung erfahren diese erfolgreichen Formen durch neueste Techniken der Materialverarbeitung und romantische, elegante und stilvoll Dekore.

Limitierte Kunstreihen

Mit den limitierten Kunstreihen geht die Rosenthal in der Geschichte der traditionellen Werkstoffe Porzellan, Glas und Ceramik neue Wege. Eine Kollektion moderner Kunst – begründet von Prof. Arnold Bode, dem Vater der Kasseler documenta, in der führende Künstler in freier Arbeit die Ergebnisse ihrer Auseinandersetzung mit den Materialien Glas, Porzellan und Ceramic präsentieren. Bei der Zusammenarbeit mit Künstlern beraten Rosenthal wichtige Kunstsachverständige und Experten. Künstler wie z. B. Attersee, Elvira Bach, Sandro Chia, Lucio Fontana, Ernst Fuchs, Henry Moore, Jörg Immendorff, Marcello Morandini, Paul Wunderlich u. v. a. arbeiten mit Rosenthal.