Designer und Modelleure

Wie wird aus einer Idee des Künstlers das fertige Stück? Für den Entwurf eines Services, einer Vase oder anderer Gefässe fixiert der Entwerfer seine Idee zunächst in einer Zeichnung. Diese dient ihm dann als Vorlage für die Erstellung eines Ton- oder Gipsmodells. Bereits auf dieser Stufe muss der Entwerfer die spätere Schwindung, also das Kleinerwerden während des Brandes berücksichtigen. Entwürfe von Plastiken werden meist in Ton modelliert. Von diesen Tonmodell wird ein Abguss angefertigt, aus dem ein Gipsmodell hervorgeht. Dieses wird sorgfältig überarbeitet. Aus Gips werden vom Modelleur bzw. Modelleinrichter Mutterformen abgegossen, die anschliessend zur Herstellung von Modellen aus Kunststoff oder Metall verwendet werden. Diese wiederum dienen zur Anfertigung von Arbeitsformen aus Gips.

Erst aus den Arbeitsformen können Porzellanstücke geformt. Brennen Nach dem Verputzen (Beseitigen der scharfen, überstehenden Ränder, Giessnähte u.s.w.) und Trocknen der ausgeformten Porzellangegenstände werden diese im trockenen Zustand in den Glühofen gestellt. Das Glühen bei 900 bis 950°C dient zur Reinigung der Masse von organischen Bestandteilen und zur Verfestigung des Scherbens. Während des Verglühprozesses verlieren die Porzellanrohlinge das chemisch (Kristallwasser) und mechanisch gebundene Wasser. Das Brennen ist mit einer ca. 10%igen Gewichts- und einer 1%igen Volumenminderung verbunden. Der poröse, saugfähige Scherben wird anschliessend glasiert.