Seltmann Weiden
Porzellanfabrik Unterweissenbach
Die Unterweißbacher Werkstätten für Porzellankunst wurden 1882 von Hermann Jost in Unterweißbach (Thüringen) gegründet. Begonnen hatte man mit der Fertigung von Gebrauchsgeschirr. Heute Sortiment von Gärtnerfiguren, Händler, Musiker, Kutschen, Tieren, Tänzerinnen (teilweise mit Porzellanspitze belegt) und immer noch Devotionalien wie Weihkessel, erweitert um Weihnachtsschmuck. Teilweise waren die Unterweißbacher Werkstätten mit der Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur in Volkstedt (Rudolstadt) verbunden.
Porzellanfabrik Schierholz Plaue
Als Plaue als Standort einer Manufaktur erwählt wurde, zeigte sich schon bald, wie gut diese Wahl gewesen war. Plaue lag verkehrsgünstig, ein entscheidender Vorzug gegenüber den abgelegenen „Waldfabriquen“. Auch Rohstoffe und Arbeitskräfte standen zur Verfügung und Brennholz war ausreichend vorhanden. Christian Gottfried Schierholz besass in der Nähe ein Rittergut, das er hart kalkulierend, 1821 in den Manufakturbetrieb einbezog. Dort in Dornheim wurde modelliert und geformt, später auch Weissware bemalt.
Porzellanfabrik Scheibe-Alsbach
Die Porzellanmanufaktur in Scheibe-Alsbach ist eine der jüngsten heute noch produzierenden Thüringer Manufakturen. Sie hatte weniger als vier Jahrzehnte gebraucht, um von einer unbedeutenden Pfeifenkopfmalerei zu einer Manufaktur von Weltgeltung aufzusteigen. Auf der seinerzeit grössten Weltausstellung in Wien 1873 konnte Scheibe-Alsbach gegen die Konkurrenz alteingesessener und namhafter Manufakturen den Grand Prix erringen.
Porzellanfabrik Aelteste Volksstedt
1762 ersucht Georg Heinrich Macheleid den Fürsten Johann Friedrich von Schwarzburg-Rudolstadt um die Konzession zur Errichtung einer Porzellanfabrik in Sitzendorf (Schwarzatal). Die Konzession wird am 4. Oktober erteilt. 1762 wird die Fabrik nach Volksstedt, also in die Nähe des Hofes verlegt. Am 15. April wird der Haupt-Societäts-Vertrag geschlossen, dem unter anderen Macheleid, Fürst Johann Friedrich und Hofrat August Friedrich North als Geschäftsführer angehören.
Porzellanfabriken Thueringen
An drei Orten im Thüringer Wald, in Sitzendorf, in Limbach und in Katzhütte, kann man rund fünfzig Jahre nach der Erfindung des europäischen Porzellans durch Johann Friedrich Böttger erneut hinter das Geheimnis der Porzellanherstellung. Georg Heinrich Macheleid, Johann Gotthelf Greiner und Johann Wolfgang Hammann sind die Namen derer, die unabhängig von Böttger die Kunst der Porzellanherstellung nacherfanden. Fortan nahm das Thüringer Porzellan eine eigenständige Entwicklung.











