Ausstellungen Thueringen
Augenschmaus und Gaumenfreude
17. April bis 31. Dezember 2010 „Augenschmaus und Gaumenfreude“ Barocke und moderne Tischkultur und Foto-Aktinstallation „Nackt in Kaolin“ Porzellan – mit allen Sinnen erleben – diesem Motto verschreibt sich die mittelalterliche Erlebnisburg Leuchtenburg im Jubiläumsjahr. Zentrum der Sonderausstellung im Rittersaal ist eine Tafeleindeckung, die auf der einen Seite barock und auf der anderen modern ist.
Der Besucher kann in einem Zwiegespräch den Unterhaltungen zweier Damen aus unterschiedlichen Epochen lauschen und dabei Spannendes zu Essgewohnheiten von vor 250 Jahren und von heute erfahren. Ein besonders ästhetischer „Augenschmaus“ ist die flankierende Aktinstallation des Fotoklubs Unifok Jena e.V., die in Zusammenarbeit mit Thüringer Porzellanfirmen entstand. Unter dem Titel „Nackt in Kaolin“ werden weibliche Aktaufnahmen in Verbindung mit Porzellanfiguren, den Rohstoffen zur Porzellanherstellung oder Details wie Spitzenmanufaktur und Malerei im Rittersaal und im Turmaufgang des Bergfriedes gezeigt. Freuen Sie sich auf völlig neue Perspektiven und Einblicke rund um das Porzellan. Leuchtenburg Dorfstrasse 100 07768 Seitenroda Tel: 036424 22258 Fax: 036424 78705 e-Mail: museum@leuchtenburg.de
Ausstellung Menschen Bilder - Landesmuseum Heidecksburg
Menschen-Bilder 1900—2000 – Künstler arbeiten für Thüringer Porzellanmanufakturen Eine Sonderausstellung anlässlich des Jubiläumsjahres „250 Jahre Porzellanland Thüringen“
17. April bis 31. Oktober 2010 — Porzellangalerie
Lebendig und abwechslungsreich, so eröffnet sich dem Betrachter die Figurenwelt einer bewegten, künstlerisch von vielen Wandlungen geprägten Zeit. Gerade das 20. Jahrhundert offenbart eine bisher nicht gekannte, rasante wirtschaftliche Entwicklung sowie gesellschaftliche Umbrüche, die eine Fülle an Stilrichtungen hervorbrachten.
Für die Geschichte des figürlichen Porzellans war es von großer Bedeutung, dass es in Thüringen Manufakturen gab, die bereit waren, unabhängig von der auf Massenproduktion angelegten Gefälligkeitskunst, jungen Bildhauern der Moderne die Chance zu geben, Modelle zu entwerfen. Ein Rundgang durch die Ausstellung ist zugleich ein Streifzug durch Stilepochen wie Jugendstil, Expressionismus und Art déco. Zugleich gibt es Beispiele, wie das figürliche Porzellan für patriotische Darstellungen in der Zeit des Ersten Weltkrieges, für das martialische Menschenbild des Nationalsozialismus oder für heroische Aktivistengestalten des „sozialistischen Realismus“ propagandistisch eingesetzt wurde.
Unter den etwa 100 Exponaten befinden sich herausragende Arbeiten von namhaften Künstlern wie: Otto Thiem Ernst Barlach Paul Scheurich Ludwig Gieß Otto Kramer Marta Schlameus Hugo Meisel Arthur Storch Gustav Weidanz Volkmar Kühn Kati Zorn
Thüringer Landesmuseum Heidecksburg, Schloßbezirk 1-3, 07407 Rudolstadt
Rokoko Porzellan
19. April bis 31. Oktober 2010 Porzellane des Rokoko und Klassizismus im Schloss Belvedere Die Klassik Stiftung zeigt aus dem reichen Thüringer Porzellanschatz Erzeugnisse, die eng mit der Geschichte und dem Wirken des Hauses Sachsen-Weimar-Eisenach verbunden sind. Nach einem Auftakt mit Meißner Porzellanen des 18. Jahrhunderts, die beispielgebend für Thüringer Manufakturen waren, werden besonders die anmutigen und originellen Schöpfungen aus Closter Veilsdorf und Ilmenau in ihrem stilistischen Wandel vorgestellt. Klassik Stiftung Weimar, Schloß Belvedere 99425 Weimar Telefon: 03643 545400 Fax: 03643 419816 e-mail: info@klassik-stiftung.de
Öffnungszeiten: April bis Oktober: Dienstag bis Sonntag von 10 - 18 Uhr
Fraureuth Porzellan Greiz
Porzellan aus Fraureuth - das weiße Gold der Reussen. Fraureuther Porzellan des 19. und 20. Jahrhunderts im Museum im Unteren Schloss Greiz (OTZ). Die Sonderausstellung wird am 18.04.2010 um 11:00 Uhr eröffnet. Die Ausstellung dauert bis zum 26.09.2010.
Burgau Porzellan Jena Stadtmuseum
16. April bis 1. August 2010 Die Erzeugnisse der „Porzellanmanufaktur Burgau a. d. Saale Ferdinand Selle“ Eine ungewöhnlich breite Produktpalette an Haushaltsgeschirr, Zierporzellanen und Mokkatassen von Jugendstil bis Art Decó stellte der von 1901 bis 1929 nahe bei Jena angesiedelte Betrieb her. Auch namhafte Künstler wie Henry van de Velde, Albin Müller und Erich Kuithan entwarfen Formen und Dekore.
Nach dem Erlöschen der Firma produzierte die Rudolstädter Manufaktur Albert Stahl & Co. die Porzellane bis in die 1950er Jahre. Das Stadtmuseum Jena präsentiert seine komplette Sammlung mit über 500 Teilen sowie bislang unbekannte Formen aus dem Rudolstädter Firmenbestand. Stadtmuseum Jena Markt 7 07743 Jena Tel. 03641 498261 Fax 03641 498255 Tel. Philisterium 03641 498252 e-Mail: stadtmuseum@jena.de
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 10 - 17 Uhr Donnerstag 14 - 22 Uhr Wochenende 11 - 18 Uhr
Reichenbacher Porzellan
Jubiläum "250 Jahre Thüringer Porzellan" auch mit Reichenbacher Beteiligung
Von Monika Schöler Reichenbach (OTZ). Zerbrechliche Schönheiten haben im kommenden Jahr Jubiläum. 2010 wird in Thüringen 250 Jahre Porzellan begangen. 16 Museen des Freistaates werden sich mit Ausstellungen und Veranstaltungen diesem Thema widmen.
Die Porzellanmanufaktur Reichenbach gehört zu den Ausstellern. Sie präsentiert sich vom 5. Dezember 2010 bis 27. Februar 2011 im Erfurter Volkskundemuseum. Unter der Überschrift "Weißes Gold für jedermann" soll Porzellan von gestern und heute gezeigt werden. Eng verbunden damit ist die Geschichte der Porzellanfertigung in dem kleinen Ort des Saale-Holzland-Kreises, in die man jetzt näher eindringen möchte.
Ausstellung Poessnecker Porzellan
Das Thüringer Porzellanjahr 2010 wird in Pößneck mit einer Sonderausstellung im Stadtmuseum gefeiert. Einst ging Pößnecker Porzellan in die ganze Welt. Pößneck. Die Schau, die am Freitag, 18 Uhr eröffnet wird, erinnert unter dem Leitmotiv Tabakdosen und Wackelköpfe Originelles Porzellan aus Pößneck in die ganze Welt an die einstige hiesige Porzellanindustrie. In das Thema führt Hans Walter Enkelmann ein. Bei den meisten Ausstellungsstücken handelt es sich um Figuren, die in der einstigen Porzellanfabrik Conta & Böhme (1801 1931) geformt und bemalt worden sind.
Etwa 90 Prozent dieser Exponate stammen aus dem Bestand des Stadtmuseums Pößneck, die übrigen aus privaten Sammlungen, informierte Ausstellungsmacherin Christel Ziermann. Die jüngsten Objekte des städtischen Sammelschwerpunktes Conta & Böhme sind erst gestern in den Besitz des Rathauses übergegangen: Eine ältere Pößneckerin, die anonym bleiben möchte, hat dem Stadtmuseum ein bemaltes Kaffee-Service für zwei Personen geschenkt, das die Belegschaft von Conta & Böhme als Geschenk zur Hochzeit von Eugenie Conta und Arthur Seige am 21. Juni 1879 gefertigt hatte. Nebst Zierrat in den verschiedensten Ausführungen zeigt die Ausstellung auch Grabplatten aus Porzellan.
Stadtansichten mit dem Gelände von Conta & Böhme, ein Überseekoffer der Familie Conta und eine Vitrine mit Werken der bekanntesten einheimischen Porzellanmaler runden die ausführlich informierende Sonderausstellung ab. Zur Vernissage am Freitag wird außerdem das 68-seitige Sonderheft Pößnecker Porzellan der Pößnecker Heimatblätter vorgestellt. Das Heimatheft erscheint erstmals auch mit farbigen Illustrationen. Die Sonderausstellung erstreckt sich über beide Etagen des Pößnecker Stadtmuseums und ist fast ein halbes Jahr bis zum 10. Oktober geöffnet.
Ausstellung Blankenhainer Porzellan
1. Mai bis 4.Juli 2010 220 Jahre Porzellan aus Blankenhain Die nahe Weimar gelegene Blankenhainer Porzellanmanufaktur gehört zu den frühen thüringischen Gründungen. Errichtet im Jahre 1790 durch Christian Andreas Wilhelm Speck aus Magdeburg, besteht sie nach einer wechselvollen Geschichte noch heute. Porzellan der Frühzeit ist selten, ebenso gibt es nur wenige schriftliche Überlieferungen. Die Sonderausstellung im Stadtmuseum Weimar widmet sich vorrangig den ersten 50 Jahren der Manufakturgeschichte. Beispiele der weiteren vielseitigen Produktion bis zur Gegenwart, vor allem die weniger bekannten Formen und Dekore, werden jedoch auch vorgestellt. Neben eigenen Beständen sind im Bertuchhaus Leihgaben Thüringer Museen, der Weimarer Porzellanmanufaktur Betriebs-GmbH, der Stadt Blankenhain und aus Privatbesitz zu sehen. Stadtmuseum Weimar Karl - Liebknecht - Str. 7 99423 Weimar Tel.: 03643 82600 e-Mail: stadtmuseum@stadtweimar.de
Ausstellung Ilmenauer Porzellan
17. April bis 31. Oktober 2010 Ilmenauer Porzellan und Thüringer Unternehmergeist Die 1777 gegründete Porzellanmanufaktur in Ilmenau gehört zu den frühen thüringischen Unternehmen. Unter der Leitung von Christian Zacharias Gräbner gelangte die Manufaktur trotz zahlreicher Vergünstigungen durch Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach nicht zum Erfolg. Erst mit Beginn der Tätigkeit Johann Gotthelf Greiners ab 1786 und seinem
Nachfolger, dem erfolgreichen Erfurter Unternehmer Christian Nonne, und dessen Schwiegersohn, Ernst Carl Wilhelm Roesch, entwickelte sich die Fabrik zu einem rentablen Unternehmen. Ein reiches Repertoire an Porzellan wurde in weite Teile Europas exportiert. Das GoetheStadtMuseum Ilmenau erwarb 2007 einen umfangreichen Nachlass der Familien Nonne, Roesch und Dilling. Dieser enthält ein Konvolut an Akten zur Ilmenauer Porzellanmanufaktur und zahlreiche bisher unbekannte Porzellane. Die Exposition spürt den unternehmerischen Initiativen in der Zeit von 1786 bis 1838 nach. Bisher unbekannte Plaketten in Wedgwood-Art, zum Teil mit christlichen Motiven, faszinierende Tassen und Plaketten mit feinster Vedutenmalerei, antikisierende Modelle, Biedermeiertassen mit Sinnsprüchen, Gebrauchsgeschirr mit den beliebten indianischen Motiven und späteren Weinlaubdekoren legen Zeugnis vom Reichtum des Formen- und Motivschatzes der Ilmenauer Porzellanmanufaktur ab. GoetheStadtMuseum Ilmenau Markt 1 98693 Ilmenau Tel. 03677 600107 e-mail: museum@ilmenau.de Öffnungszeiten Montag bis Sonntag 10 - 17 Uhr
Geschichten und Anekdoten
Porzellanpause - Geschichten und Anekdoten zum Ilmenauer Porzellan
Wie interessant und vielseitig Porzellan sein kann, zeigt die neue Sonderausstellung im GoetheStadtMuseum Ilmenau. Die Ausstellung "Ilmenauer Porzellan und Thüringer Unternehmergeist von 1786 bis 1838" beschäftigt sich mit der Geschichte der Porzellanherstellung in Ilmenau und gibt einen Einblick in die Sammlung des Museums und einen Überblick über die zahlreichen Ilmenauer Porzellane.
Die Veranstaltungsreihe "Porzellanpause" widmet sich jeweils einem Objekt der Ausstellung.
In dieser ersten Veranstaltung wird eine Besonderheit der Ilmenauer Manufaktur vorgestellt: die blau-weißen Medaillons in der Art der englischen Jasperware des Josiah Wedgwood. In einem dreißigminütigem Vortrag erfährt man Wissenswertes über die Medaillons á la Wedgwood.
Veranstaltungsort: Goethe Museum Ilmenau; Termine: 03.05. / 07.06. / 05.07. / 02.08. / 06.09. / 04.10.2010
Die Porzellanausstellung auf Schloss Wolzogen
Das barocke Schloss Wolzogen in Mühlfeld beherbergt mehrere Ausstellungen: eine sehr umfangreiche und bedeutende Thüringer Porzellanausstellung aus der Privatsammlung von Heinrich Reich sowie die Bilderausstellung „Alt Mellrichstadt“ des in Mellrichstadt lebenden Künstlers Peter Klier. Im Obergeschoss sind Bilder und Werke aus dem Nachlass des Mellrichstädter Fotografen Anton Tretter (1866-1939) dargestellt. Eine hochmoderne Digitalschau mit mehr als 2000 Bildern vervollständigt die sehenswerte Ausstellung.
Weitere Informationen zu den Ausstellungen finden Sie hier: Schloss Wolzogen
Das Schloss Wolzogen in Mühlfeld wurde im Jahr 1715 von den Herren von Wolzogen erbaut. 1988 erwarb die Stadt Mellrichstadt das in die Jahre gekommene Schloß, bewahrte es vor dem Abriss und hauchte ihm neues Leben ein. Wissenswertes zur Rhön - dem Mittelgebirge zwischen Thüringen, Bayern und Hessen - sowie deren touristischen Angebote finden Sie hier. Öffnungszeiten: Geöffnet ist jeden 1. und 3. Sonntag im Monat von 14 – 17 Uhr (März bis November). Für Gruppen können Sonderöffnungszeiten beim Verein Aktives Mellrichstadt vereinbart werden: Tel. 09776 9241.











