Ausstellungen Porzellanikon

Ausstellungen Porzellanikon

Grossereignis Selb 24.04.2010

Am Samstag eröffnet die größte Porzellanausstellung Europas Oberfränkisches Großereignis kommenden Samstag in Selb im hohen Fichtelgebirge. Das Porzellan Ikon Selb und Hohenberg, das größte Porzellanmuseum in Europa, eröffnet seine Ausstellung "Königstraum und Massenware" eine Chance für die Zukunft. Eine Revue durch 300 Jahre Porzellangeschichte. Zu sehen gibt es 1.000 Exponate, inklusive Leihgaben aus 17 Ländern. Vorgenommen haben sich die Initiatoren, die größte Porzellanausstellung zu präsentieren, die es in Europa je gegeben hat. Entsprechend ist der Aufwand und die Vorbereitungen, 1000 Besucher haben sich bereits angemeldet, die Region Selb erwartet einen großen Ansturm.

Ausstellungen Königstraum und Massenware

Koenigstraum und Massenware

Porzellan – ist ein Material, das so wandlungsfähig wie formbar ist und das auf einzigartige Art die europäische Geschichte der letzten 300 Jahre abbildet und lebendig macht. Vom königlichen Geschirr bis hin zum modernen Badezimmer, von der teuren Skulptur bis zur elektrischen Lampenfassung: Wohl an kaum einem anderen Material lassen sich gesellschaftliche Veränderungen, Wertewandel und wechselnde kulturelle Ideale so lebendig und spannend nachvollziehen wie am Porzellan.

2010 feiert das europäische Porzellan 300-jährigen Geburtstag. Zum Jubiläumsjahr zeigt das Porzellanikon Selb und Hohenberg a. d. Eger die bislang größte Ausstellung zum Porzellan in Europa. Unter dem Titel Königstraum und Massenware. 300 Jahre europäisches Porzellan werden rund 1000 Exponate vom Barock bis zur Gegenwart an den beiden Standorten des Porzellanikons gezeigt. Darunter die Objekte von 100 Leihgebern aus 17 Ländern. Mit dabei sind unter anderem das Metropolitan Museum New York, das Londoner Victoria & Albert Museum, das Topkapi Palace Museum in Istanbul, das Maritimmuseum Helsinki sowie das Musée des Arts décoratifs in Paris.

Eine Ausstellung – eine besondere Region

Die Jubiläumsausstellung findet in der bedeutendsten Porzellanregion Europas statt. Nirgendwo ist die Dichte an traditionellen Porzellanbetrieben höher. Stellvertretend für die deutsche und europäische Geschichte des Porzellan-Adels vereint das Porzellanikon an den beiden traditionsreichen Standorten der Weltmarken Rosenthal und Hutschenreuter die ganze Breite und Wandlungsfähigkeit des faszinierenden Werkstoffes Porzellan. Das Porzellanikon ist Europas größtes Porzellanmuseum, das erste Industriemuseum Bayerns und Mitglied der European Route of Industrial Heritage.

Schirmherr der Ausstellung Königstraum und Massenware ist der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreiches Katalogwerk. Die Schau wird begleitet von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm.

Eine Ausstellung – zwei Standorte Von Barock bis Art Déco

Die Jubiläumsausstellung beginnt in der ehemaligen Hutschenreuther-Villa im Porzellanikon Hohenberg a. d. Eger. Der Gang durch die glanzvolle und erfolgreiche Geschichte des Porzellans entführt in die Lebenswelten europäischer Geschichte, nachvollziehbar am Porzellan der Epochen, die in einer speziellen Ausstellungsarchitektur stimmungsvoll in Szene gesetzt sind.

Zu sehen sein wird u.a. Medici Porzellan, von dem es weltweit nur noch 60 Stücke gibt, Teile aus dem persönlichen Service von Katharina der Großen, Porzellane aus den berühmten Esterhazy-Sammlungen und noch nie gezeigte Meissen-Stücke von der 1944 vor der baltischen Küste gesunkenen St. Mikael.

Zwischen Design und Hightech

Im nahen Porzellanikon Selb, in der denkmalgeschützten Rosenthal-Fabrik, geht es um Design vom Funktionalismus bis hin zu neuesten Gestaltungen, um Lifestyle und Architektur, um Kunst und um das Thema zukünftiger Aufgaben des Porzellans, was an Projekten namhafter erfolgreicher Forschungsvorhaben dargestellt wird. Auf fünf Themeninseln präsentieren jeweils verschiedene Kuratoren unterschiedliche Sichten auf das Weiße Gold. So wird der Designtheoretiker Prof. François Burkhardt die Themeninsel Porzellan und Design kuratieren. Die stellvertretende Direktorin des Museums Ludwig Köln, Katia Baudin, zeichnet verantwortlich für den Ausstellungsteil, der sich mit den Porzellanarbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler befasst. Im Gespräch sind beispielsweise Tobias Rehberger oder Wim Delvoye.

Bewaffnete Kuriere und Satelitenüberwachung

Bewaffnete Kuriere und Satelllitenüberwachung

Bewaffnete Kuriere und Satellitenüberwachung für Porzellan Neues von der größten Porzellanausstellung, die es je in Europa gab:Königstraum und Massenware.

300 Jahre europäisches Porzellan

Es sind nicht gerade die Kronjuwelen. Doch was derzeit an ehemals kaiserlichem und königlichem Porzellan aus allen Ecken Europas seine Reise ins größte Porzellanmuseum des Alten Kontinentes antritt, verlangt ähnlich spektakulären Sicherheits- und Transportaufwand. Die Logistik und Facility Reports zu „Königstraum und Massenware. 300 Jahre europäisches Porzellan“ halten derzeit das Kuratorenteam im Porzellanikon Selb und Hohenberg a. d. Eger in Atem. Warum beispielsweise das Geschirr aus dem Ordensservice von Katharina der Großen in garantiert wasserdichten und wärmeregulierten Holzkisten reisen muss, bleibt das Geheimnis des leihgebenden Museums in St. Petersburg. Der Hauptkustodin der Großausstellung "Königstraum und Massenware. 300 Jahre europäisches Porzellan" jedoch, treibt es den Schweiß auf die Stirn: „Dass wir Angaben über die Federung und Art der Bereifung der Fahrzeuge machen müssen, ist noch einzusehen", sagt Petra Werner. „Auch die Abmaße der Transportautos und detaillierte Informationen über das Sicherheitssystem und die Alarmanlagen des Porzellanikons, die Ausbildung und Schulung des Begleitpersonals, Angaben über die Sicherheitsgläser in den Vitrinen, das leuchtet mir ein. Wenn man jedoch beispielsweise Aufzeichnungen der dort installierten Hygrometer aus den letzten Monaten verlangt, wird’s schon schwieriger."

Illuster sind auch die Anforderungen, die die Sicherheit der Stücke auf der Reise garantieren sollen. Die frühen Porzellane aus Neapel beispielsweise werden von bewaffneten Kurieren bis zur Landesgrenze begleitet. Ebenso werden das Porzellan aus dem Krakauer Königspalast oder die russischen Leihgaben von bewaffneten Eskorten begleitet. Doch verlangen die italienischen Kollegen beispielsweise darüber hinaus eine Satelliten gestützte Diebstahlüberwachung der weiteren Route bis zur Ankunft im Porzellanikon. „Täglich stehen wir vor neuen Überraschungen“, gibt sich die Kuratorin nervenstark. „Bei einer Gesamtversicherungssumme von etwa 25 Millionen Euro kann man sich vorstellen, dass da manches zusammenkommt.“ Darüber hinaus brauchen beispielsweise die Kuratoren aus den USA eine vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst unterzeichnete Staatsgarantie darauf, dass man die entliehenen Stücke auch gewiss wieder zurückgeben wird. Und ganz kompliziert wird es, wenn es etwa um Stücke aus dem Victoria and Albert Museum geht, wo man ein einziges Exponat schon mal mit einem Wert von 692 400 € beziffert.

Stücke aus dem persönlichen Service des Napoleon kommen aus Fontainebleau, ein Stück Porzellan aus dem Besitz des Francesco di Medici aus Sèvres, gar die Reisetoiletten des Habsburger Monarchenpaares Franz Josef und Elisabeth „Sissi“ von Österreich und Ungarn aus Barcelona - bei einem Ausstellungsvolumen von gut 1000 Exponaten hat man Leihgaben von 100 europäischen Museen aus 17 Nationen dabei, darunter viel Weißes Gold aus den ehemaligen Herrscherhäusern des Kontinentes. Die größte Porzellanausstellung, die es je in Europa gab, fordert eben auch den größten Aufwand, den man sich denken kann .

Expertisentag Porzellanikon Hohenberg

Expertisentag mit Petra Werner im Porzellanikon in Hohenberg a. d. Eger. Besucher können sich hierfür anmelden und für ihre Schmuckstücke einer Bewertung durch Frau Werner durchführen lassen. Der Expertisentag wird ca. 4x im Jahr durchgeführt.

20.05.2010 - Beginn: 10:00 Ende: 17:00

Ausstellung Königstraum und Massenware

Königstraum und Massenware

Ausstellung Königstraum und Massenware